Vor allem ausländische
Fondsgesellschaften wie Fidelity, Black Rock oder Templeton bieten häufig Fondsprodukte unter identischem Namen, aber in zwei Varianten an: Dabei notiert einer der Fonds in Euro und ein anderer zum Beispiel in US-Dollar. Viele Anleger entscheiden sich in diesem Fall für die Euro-Tranche – in dem Glauben, dass sie damit keinerlei Währungsrisiko übernehmen. Doch damit liegen sie oftmals falsch. „Für das Währungsrisiko eines
Fonds ist nicht die Währung selbst entscheidend, in der der Fondsanteil notiert, sondern die Märkte bzw. Währungsräume, in die der Fondsmanager investiert“, sagt Thomas Bieler von der ING Diba. Legt der Fonds seine Gelder z. B. in amerikanischen oder asiatischen Aktien an, so bedeutet das für deutsche Anleger: Sie bekommen zu den Kursschwankungen der im Fonds enthaltenen Papiere auch die Bewegungen des Dollars bzw. des japanischen Yen zu spüren. „Die Veränderungen sind unabhängig davon, ob der Fondsanteil in Euro oder Dollar notiert“, so Bieler.