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04.05.2012 11:23

Fondssparen

Sind Dollar-Fonds riskanter als Euro-Fonds?

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Viele Anleger meiden Investmentfonds auf Dollarbasis, weil hier angeblich Währungsrisiken lauern. Doch das ist ein Trugschluss
Fondssparen Sind Dollar-Fonds riskanter als Euro-Fonds? Finanzportal Biallo.de
Vor allem ausländische Fondsgesellschaften wie Fidelity, Black Rock oder Templeton bieten häufig Fondsprodukte unter identischem Namen, aber in zwei Varianten an: Dabei notiert einer der Fonds in Euro und ein anderer zum Beispiel in US-Dollar. Viele Anleger entscheiden sich in diesem Fall für die Euro-Tranche – in dem Glauben, dass sie damit keinerlei Währungsrisiko übernehmen. Doch damit liegen sie oftmals falsch. „Für das Währungsrisiko eines Fonds ist nicht die Währung selbst entscheidend, in der der Fondsanteil notiert, sondern die Märkte bzw. Währungsräume, in die der Fondsmanager investiert“, sagt Thomas Bieler von der ING Diba. Legt der Fonds seine Gelder z. B. in amerikanischen oder asiatischen Aktien an, so bedeutet das für deutsche Anleger: Sie bekommen zu den Kursschwankungen der im Fonds enthaltenen Papiere auch die Bewegungen des Dollars bzw. des japanischen Yen zu spüren. „Die Veränderungen sind unabhängig davon, ob der Fondsanteil in Euro oder Dollar notiert“, so Bieler.
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Dazu ein Beispiel: Ein Fonds, dessen Anteile sowohl in Euro als auch in Dollar notieren, hat ausschließlich US-Aktien im Portfolio. Angenommen die Kurse dieser Papiere bleiben von einem Börsentag auf den anderen gleich hoch, der Dollar selbst gewinnt aber in dieser Zeit gegenüber dem Euro fünf Prozent an Wert. Folge: Auf Euro-Basis steigt der Fondspreis ebenfalls um fünf Prozent. Grund: Die Fondsgesellschaft rechnet den Wert der im Fondsdepot enthaltenen Aktien tagtäglich zum jeweils aktuellen Devisenkurs in die Fondswährung um, also in Euro.

Ähnliches Ergebnis bei der Dollar-Variante: Dort bleibt der Preis des Fondsanteils auf dem Papier zwar zunächst unverändert. Verkauft der deutsche Anleger jedoch seine Anteile, profitiert er ebenfalls vom Höhenflug der US-Währung. Schließlich wird der Verkaufserlös in Euro umgerechnet und dem Konto gutgeschrieben. Das Ergebnis ist also in beiden Fällen gleich.
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Foto: Thomas Lohnes/ddp ID:6179
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