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11.07.2011 13:58

Grüne Geldanlage

Umweltfonds wieder auf Erfolgskurs

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Die Atomkatastrophe in Japan hat grüne Geldanlagen wieder in den Fokus der Anleger gerückt. Umweltfonds performen derzeit besser als andere Anlagekategorien.
Grüne Geldanlage Umweltfonds wieder auf Erfolgskurs Finanzportal Biallo.de
Fonds, die sich auf erneuerbare Energien bzw. den Erhalt des Klimas spezialisiert haben, liegen im Trend
Der Reaktorunfall in Fukushima hat die Sichtweise deutscher Sparer verändert: So schätzen 45 Prozent in einer aktuellen Forsa-Umfrage ökologische Aspekte wichtiger ein als soziale Aspekte – drei Prozent mehr als im ersten Quartal 2011. Im Gegenzug ist der Anteil der Befragten, für die soziale Aspekte höchste Priorität haben, um fünf Prozentpunkte gefallen. Besonders umweltbewusst zeigen sich die Gruppen der 20- bis 29-Jährigen und der 40- bis 49-Jährigen, in denen teilweise mehr als 50 Prozent der Anleger Umweltbelange favorisiert. „Das Ergebnis zeigt, dass das Bewusstsein für nachhaltige Geldanlagen weit verbreitet ist und dass Katastrophen wie jüngst in Japan den Blick dafür schärfen“, sagt Daniel Günnewig, Geschäftsführer von Union Investment Privatfonds, dem Auftraggeber der Befragung.

Dem ausgeprägten Interesse an nachhaltigen Geldanlagen steht eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft gegenüber. Das liegt laut einer Studie der Comdirect Bank vor allem an ungenügender Information und mangelnder Rendite. „Fast jeder fünfte Mann, der bereits über eine nachhaltige Geldanlage nachgedacht aber noch nicht investiert hat, gibt als Grund eine zu niedrige Rendite an“, erklärt Henning Seeler, Fondsexperte bei der Comdirect Bank. Bei Frauen zögern aus diesem Grund nur sieben Prozent – hier halten viele sozial-ökologische Aspekte für ebenso wichtig wie Renditeaspekte. Wer schwache Renditen ins Feld führt, sollte aber besser einen Blick auf die aktuelle Entwicklung von Öko-Fonds werfen, denn die jüngsten Kurssprünge lassen die Renditen auf breiter Front klettern.
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Zweistellige Jahresrenditen

Seit die Bundesregierung auf den Öko-Zug aufgesprungen ist und mit aller Macht die Energiewende vorantreibt, haben sich die Gewinnchancen von grünen Investments deutlich verbessert. Klar abzulesen ist dies an den Renditen von Umweltfonds. Die Biallo-Top-20-Tabelle der besten Nachhaltigkeitsfonds weist auf Jahressicht ausschließlich zweistellige Gewinnraten für Umweltfonds aus. In der Spitze waren fast 40 Prozent Kursplus zu erzielen, so etwa mit dem Sunares Sustainable Natural Resources (39,9 Prozent) oder dem JB SAM Smart Materials Funds (38,3 Prozent). Sehr gute Jahresergebnisse erreichen auch der GLG Environment Fund (23,7 Prozent) und der LGT Sustainable Impact Europe Fund (19,3 Prozent).

Ähnliche Ergebnisse zeigen auch Fonds, die sich auf erneuerbare Energien bzw. den Erhalt des Klimas spezialisiert haben. Hier hat der positive Trend zwar noch nicht die Breite der Fondskategorie erfasst, aber mit einzelnen Portfolios lassen sich derzeit gute Gewinne erzielen. So legte etwa der Global Trend Future Resources Fund auf Jahressicht um über 30 Prozent zu, der LBBW Global Warming um über 27 Prozent und der F&C Global Climate Opportunities liegt mit fast elf Prozent ebenfalls zweistellig im Plus.
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Andere Fondskategorien haben das Nachsehen

Die Kursrallye der jüngsten Vergangenheit hebt auch die mittelfristigen Renditen nachhaltig anlegender Fonds auf attraktives Niveau. Im Bereich klassischer Umweltfonds erreicht die Dreijahresrendite der besten Fonds inzwischen wieder die Zehn-Prozent-Marke. Damit bewegt sich diese Fondskategorie auf Augenhöhe mit bewährten Anlageregionen wie „Euroland“ oder dem einstigen Überflieger „Asien“. Der Vergleich mit branchenorientierten Fondskategorien fällt oft sogar deutlich besser aus. So performten die Kategorien „Energieversorger“ und „Finanzsektor“ auf Dreijahressicht wesentlich schlechter als Umwelt-/Nachhaltigkeitsfonds. Viele Fonds liegen gar im Minus.

„Wer nachhaltig investieren möchte, der findet eine Vielzahl von Fonds und anderen Anlageprodukten“, sagt Fondsexperte Seeler. Allerdings sei das Angebot nicht immer leicht zu durchschauen. „Anleger sollten sich deshalb vor dem Kauf eines Fonds oder Indexpapiers das Anlagekonzept genau ansehen, um sicher zu gehen, dass das nachhaltige Investment den individuellen Anlagezielen entspricht.“ Informationen hierzu finden sich im Verkaufsprospekt sowie den Halbjahresberichten der Fondsgesellschaft. In der Regel werden diese Unterlagen von Banken und Investmentgesellschaften im Internet bereitgestellt.

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Leserkommentare
12.07.2011 21:44 Uhr - von Jürgen Keitel, Garbsen
Betrieb einer Biogasanlage ist unmoralisch
Betrieb einer Biogasanlage = Perversion. Lebensmittelvernichtung, Vermaisung der Landschaft, Überdüngung der Anbauflächen und damit mögliche Schädigung des Grundwassers, in den Anlagen verschmelzen Bakterien miteinander, es entstehen Mutierungen die es zuvor nicht gab und diese werden dann als Düngemittel auf die Äcker gebracht. Angedacht wurde Bioabfälle sinnvoll zu verwerten und plötzlich baut man Abfälle auf gutem Ackerboden an. Selbst wenn wir die gesamte deutsche Lebensmittelproduktion in die Biogasanlagen werfen, wird dadurch das Energieproblem hier nicht gelöst. Die Anzahl der Biogasanlagen steigt aber weiter und damit steigt auch der Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen sowie für die Verbringung der Gärreste. Im Landkreis Soltau-Fallingbostel (Niedersachsen) liegt der Flächenbedarf der Biogasanlagen bei ca. 28 %, Tendenz weiter steigend. Dadurch erhöht sich die Flächennachfrage, zwangsläufig verkleinert sich die Fläche für die Produktion von Lebensmitteln und das Angebot wird verringert. Im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) gibt es mittlerweile 17 Biogasanlagen, zwei weitere sind genehmigt, drei weitere Anlagen in Planung. „Die Jägerschaft klagt in einigen Regionen Deutschlands über kaum noch zu bändigende Population an Wildschweinen, die durch den verstärkten Maisanbau immer bessere Futterquellen finden. Ebenso sind die Imker besorgt, da durch den Anbau von Energiepflanzen die Bienen immer weniger Nahrung finden und das Bienensterben neue erschreckende Ausmaße annimmt.“ Jede dritte in Niedersachsen wachsende Maispflanze landet schon in einer Biogasanlage. Die benötigte Energiemenge wird durch diese Handhabung nicht beschafft und in der dritten Welt und hier steigen die Lebensmittelpreise. „Aus Lebensmitteln mit einem Wirkungsgrad von 20 Prozent Strom zu machen, ist verantwortungslos und unmoralisch.“ http://www.juergenkeitel.homepage.t-online.de/xbiogas.htm
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