Im Kostenvergleich schneiden passiv gemanagte ETFs in der Regel besser ab als aktiv gemanagte Aktienfonds. Nicht nur, dass die Kaufkosten aufgrund der fehlenden Ausgabeaufschläge in der Regel niedriger sind, auch die jährlichen Verwaltungsgebühren machen mit 0,1 bis 0,5 Prozent oft nur einen Bruchteil der Managementkosten aktiv verwalteter Investmentfonds aus. So beläuft sich beispielsweise die jährliche Gesamtkostenquote des ETF iShares Dax auf 0,17 Prozent, während der vergleichbare Dax-Aktienfonds „DWS Deutschland“ jedes Jahr 1,4 Prozent kassiert. Das Problem: Die Verwaltungskosten werden aus dem Fondsguthaben bestritten. Will der DWS Deutschland am Jahresende die gleiche Performance aufweisen wie der iShares Dax muss er also um mindestens 1,23 Prozent besser laufen.
Indexfonds wie der iShares Dax zeichnen die Wertentwicklung eines Aktienmarktes Eins zu Eins nach. Aktiv gemanagte Aktienfonds versuchen ihren Vergleichsmarkt (Benchmark) zu übertreffen, um für Anleger einen Mehrgewinn gegenüber dem Index zu erzielen. Vielen Fondsmanagern gelingt dies aber nicht. Statistiken zeigen, dass zwei Drittel bis drei Viertel aller Aktienfonds schlechter laufen als ihr Vergleichsindex. Um herauszufinden, ob ein klassischer Aktienfonds besser performt als sein Widerpart, ein vergleichbarer ETF-Fonds, sollten Fondstabellen beide Fondskategorien ausweisen. In den
Top-Fondstabellen auf Biallo.de ist dies der Fall. Ein spezielles „ETF“-Logo kennzeichnet die entsprechenden Fonds. So können Anleger sehr leicht erkennen, ob ein Investment eher in einen Indexfonds oder in einen klassischen Aktienfonds lohnt.