Das Problem: Geht der Swap-Partner (also die Bank) Pleite, steht dem Swap-Geschäft kein physisches Wertpapier gegenüber, sondern eine wertlose Inhaberschuldverschreibung. „Bei einigen Fonds macht der Swap-Anteil bis zu zehn Prozent des Fondsvermögens aus. Zumindest um diesen Teil des Fondsvermögens müssen Anleger fürchten“, kritisiert Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden Württemberg. Zudem bestehe die Gefahr, dass der gesamte Fonds liquidiert wird, wenn kein neuer Swap-Partner gefunden werde.
Fondsprospekt genau lesen
Anleger, die in einen
ETF investieren möchten, sind gut beraten, einen kritischen Blick ins „Kleingedruckte“ des Fondsprospekts zu werfen. Das Insolvenzrisiko lässt sich nur dann ganz ausschließen, wenn die Fondsgesellschaft auf den Einsatz von Swaps und/oder Zertifikaten komplett verzichtet und statt dessen nur in Aktien oder Rentenpapiere investiert. Denn neben Swaps werden häufig auch Zertifikate zur Steueroptimierung eingesetzt - was das Ausfallrisiko im ETF unnötig vergrößert.