Wichtig ist, dass Anleger den Faktor Kosten zwar im Auge behalten, ihn aber nicht überbewerten. Schließlich sind fondsinterne Kosten wie Managementgebühren bereits in der ausgewiesenen Wertentwicklung der Fonds berücksichtigt, außerdem bieten immer mehr Banken Rabatte bei den Verkaufsgebühren. Fondssparer profitieren in erster Linie von der Wertsteigerung der Fondsanteile. In vielen Fällen stimmt die Faustregel: Besser einen teuren Topfonds kaufen, der eine attraktive Rendite erwirtschaftet, als eine günstige Niete, die regelmäßig Verluste einfährt!
Für aktiv gemanagte Fonds, die einen überdurchschnittlichen Recherche- und Managementaufwand erfordern, berechnen Investmentbanken höhere Gebühren als zum Beispiel für Indexfonds, die sich mit geringen Kosten und überschaubarem Betreuungsaufwand verwalten lassen. Indexfonds zählen zu den kostengünstigsten Wertpapieren, daher werden sie von den Verbraucherzentralen besonders empfohlen. Sie verzeichnen Renditen entsprechend des abgebildeten Marktes. Nachteil: Renditen über der Marktentwicklung sind nicht möglich.
Die wichtigsten Kostenblöcke bei der
Fondsanlage sind der Ausgabeaufschlag, die jährliche Managementgebühr und die Depotkosten. Dazu können sich erfolgsabhängige Abgaben addieren, etwa Gewinnbeteiligungen für Fondsmanager wie sie inzwischen nicht mehr nur bei Hedge-Fonds üblich sind.