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25.02.2012 08:00

Investmentfonds

Vorsicht Kostenfalle

von
Investmentfonds Geldanlage Einsteiger Verbraucherportal Biallo.de
Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren, Erfolgsbeteiligungen - die Gebühren bei Investmentfonds summieren sich. Wie Anleger günstig davonkommen.
Wichtig ist, dass Anleger den Faktor Kosten zwar im Auge behalten, ihn aber nicht überbewerten. Schließlich sind fondsinterne Kosten wie Managementgebühren bereits in der ausgewiesenen Wertentwicklung der Fonds berücksichtigt, außerdem bieten immer mehr Banken Rabatte bei den Verkaufsgebühren. Fondssparer profitieren in erster Linie von der Wertsteigerung der Fondsanteile. In vielen Fällen stimmt die Faustregel: Besser einen teuren Topfonds kaufen, der eine attraktive Rendite erwirtschaftet, als eine günstige Niete, die regelmäßig Verluste einfährt!

Für aktiv gemanagte Fonds, die einen überdurchschnittlichen Recherche- und Managementaufwand erfordern, berechnen Investmentbanken höhere Gebühren als zum Beispiel für Indexfonds, die sich mit geringen Kosten und überschaubarem Betreuungsaufwand verwalten lassen. Indexfonds zählen zu den kostengünstigsten Wertpapieren, daher werden sie von den Verbraucherzentralen besonders empfohlen. Sie verzeichnen Renditen entsprechend des abgebildeten Marktes. Nachteil: Renditen über der Marktentwicklung sind nicht möglich.

Die wichtigsten Kostenblöcke bei der Fondsanlage sind der Ausgabeaufschlag, die jährliche Managementgebühr und die Depotkosten. Dazu können sich erfolgsabhängige Abgaben addieren, etwa Gewinnbeteiligungen für Fondsmanager wie sie inzwischen nicht mehr nur bei Hedge-Fonds üblich sind.

Fondskosten im Überblick

  • Ausgabeaufschlag: Diese Gebühr deckt die Kosten für den Vertrieb. Sie variiert von Fondsart zu Fondart und von Fonds zu Fonds. Aktienfonds kosten beim Kauf zwischen drei und sechs Prozent Ausgabeaufschlag, schwankungsarme Rentenfonds dagegen nur zwei bis drei Prozent. Offene Immobilienfonds verursachen Kosten von rund fünf Prozent. Käufer von Geldmarktfonds zahlen oft gar keinen Ausgabeaufschlag.

    Spartipp: Kaufen Sie Investmentfonds mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Fast alle Direktbanken, Onlinebroker und Fondsshops bieten Fonds mit Rabatt – nicht selten bis zu 100 Prozent. Auch Indexfonds erheben keinen Ausgabeaufschlag, allerdings müssen Käufer bei Erwerb mit Orderkosten der Bank und Börsenspesen rechnen.

  • Managementgebühr: Sie kann je nach Aufwand für das Management des Fonds null bis 2,5 Prozent pro Jahr betragen. So verursachen beispielsweise Indexfonds nur sehr geringe Kosten, weil sie ohne teure Unternehmensanalysen und aufwändige Marktbeobachtungen auskommen, zudem wird das Portfolio nur selten umgeschichtet. Dagegen bringen volatile Aktienfonds wegen des großen Beobachtungsaufwands und ständiger Umschichtungen eine hohe Kostenbelastungen mit sich.

    Spartipp: Versuchen Sie die jährliche Managementgebühr und die Verwaltungskosten niedrig zu halten. Dazu vergleicht man beim Fondskauf die so genannte Total Expense Ratio (TER). Sie zeigt die Summe aller Kosten und Gebühren im Verhältnis zum Volumen eines Investmentfonds an. Nur der Ausgabeaufschlag und eventuelle Erfolgsbeteiligungen des Managements bleiben außen vor. Mit Hilfe der TER kann man relativ gut vergleichen, welcher Fonds teuer bzw. günstig gemanagt wird.

     
  • Performance Fee: Hierbei handelt es sich um erfolgsabhängige Gebühren. Läuft ein Fonds beispielsweise besser als seine Benchmark (Vergleichsindex), so erhält das Management einen Teil der Outperformance als Erfolgsprämie. Informationen über erfolgsabhängige Prämien stehen oft nur im Fondsprospekt. 

    Spartipp: Den Fondsprospekt genau studieren und gegebenenfalls einen Fonds ohne Performance Fee wählen. Nur wenn der Fonds die Zusatzgebühr aufgrund hervorragender Ergebnisse rechtfertigt, sollte man in den sauren Apfel beißen.

  • Depotkosten: Die Verwahrung von Investmentfondsanteilen geschieht in einem Wertpapierdepot. Wer bereits Aktien oder Anleihen besitzt, kann seine Fondsanteile in das gleiche Depot legen. Berechnet die Bank eine pauschale Depotgebühr, dann erhöht sich der Fixbetrag dadurch nicht. Etwas anderes gilt, wenn der Anbieter die Depotgebühren in Abhängigkeit vom Depotwert erhebt. Jeder Fondsanteil, der den Depotwert steigert, verursacht dann höhere Kosten.

    Spartipp: Viele Geldinstitute bieten inzwischen kostenlose Wertpapierdepots. Bei manchen ist das Depot ohne Wenn und Aber gebührenfei, etwa bei der ING-Diba, NIBC, Maxblue oder Cortal Consors. Bei anderen gilt dies nur, wenn Kunden das hauseigene Girokonto nutzen oder Sparpläne mit Investmentfonds oder Zertifikate betreiben, etwa bei Comdirect, Postbank oder S-Broker.
Möchten Sie Geld günstig in Fonds anlegen?
Sie suchen eine Bank, die diesen Fonds mit reduzierten Ausgabe-Aufschlag verkauft?
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
20.10.2008 14:05 Uhr - von Newfreak
Günstiger Fondskauf erhöht Rendite!
Investmentfonds lassen sich am günstigsten über Fondsshops kaufen und verwalten. Die meisten Fondsvermittler bieten im Internet 100% Rabatt an und einige erstatten sogar die Depotgebühren. Einen Nachteil hat aber dieser Fonds-Discount: Der Anleger ist bei der Fondsauswahl auf sich selbst angewiesen. Andererseits wird über Fonds, z.B. bei Finanztest, ausführlich berichtet. Selbstberater werden schließlich belohnt: Keine Kaufgebühren bedeutet automatisch eine höhere Rendite. Unter fondsshop-vergleich werden alle Anbieter werbefrei miteinander verglichen. Hier sticht der Fondsvermittler profinance-direkt besonders heraus. Als einziger Anbieter gewährt dieser 100% Rabatt auf die Kaufgebühren und zahlt dem Anleger eine jährliche Treuprämie auf den Fondsbestand. Günstiger geht´s nicht.
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