Trotz Krise: 2008 haben die Deutschen mehr Geld auf die hohe Kante gelegt als im Vorjahr. 11,2 Prozent des Einkommens haben sie gespart – rund 178,5 Milliarden Euro. Experten erwarten für dieses Jahr eine Sparquote in ähnlicher Größenordnung.
Sparen ist aber nicht gleich sparen. Dank null Prozent Inflation ist immerhin die Geldvernichtung durch schlecht bezahlte Sparprodukte gestoppt. Jahrelang haben gerade Sparbücher, die oft mit weit weniger als einem Prozent verzinst werden, durch hohe Inflationsraten sogar Minusrenditen eingefahren.
Das muss nicht so sein. Auch ohne riskante Finanzjonglage kann man mit ein paar Tricks weitaus mehr aus seinem Geld machen. Wichtig dabei: Früh anfangen und langen Atem bewahren. Denn der Zinseszinseffekt ist nicht zu verachten. Die Verbraucherzentrale Bayern hat beispielsweise errechnet: Wer fürs Alter auf eine monatliche Zusatzrente in Höhe von 400 Euro sparen möchte, benötigt dafür zum Rentenstart rund 100.000 Euro. Bei einer Sparphase von 30 Jahren müssen hierfür pro Monat 145 Euro zur Seite gelegt werden. Fängt man später an und hat nur noch zehn Jahre Sparzeit, sind bereits 679 Euro monatlich fällig.
Aus gleichem Grunde ist der Zinstermin wichtig. Beispiel Tagesgeld: Manche Anbieter schreiben Zinsen aufs Ersparte monatlich gut, andere pro Quartal, nicht wenige sogar nur jährlich. Bei monatlicher Gutschrift fällt der Zinseszinseffekt entsprechend stärker aus.
Und natürlich sollte das Geld regelmäßig beiseite gelegt werden. Wenn es per Dauerauftrag automatisch vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto oder in den Fondssparplan wandert, läuft man weniger Gefahr, immer mal wieder ausnahmsweise das Geld für etwas anderes auszugeben.