Gold gilt gemeinhin als glänzende Geldanlage. Der Preis ist zwar wieder etwas niedriger als noch im Juni. Dennoch ist das Vertrauen vieler Anleger in den Rohstoff schier unerschöpflich – gerade in Krisenzeiten. Immerhin kann Gold nicht wie Papiergeld beliebig vermehrt werden. Es ist relativ wertstabil und notfalls lässt sich physisch damit zahlen.
Deshalb in den nächsten Schmuckladen zu laufen und gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – neues Schmuckstück plus sichere Geldanlage – ist jedoch eine äußerst schlechte Idee. Der Goldkauf ist nämlich teuer – nicht nur in Form von Schmuck. Auch die Kaufkosten von Münzen erreichen schnell zehn Prozent. Bei einem Ein-Gramm-Barren kann die Differenz zwischen aktuellem Ankaufs- und Verkaufspreis beim gleichen Händler bei 30 Prozent liegen. Da muss der Goldpreis erstmal ordentlich steigen, um Gewinn einzufahren.
Hinzu kommt: Die Münzen oder Barren müssen auch sicher aufbewahrt werden, um sie vor Langfingern zu schützen. Entsprechend benötigen Anleger ein Bankschließfach oder einen Tresor. Auch das kostet wieder Geld. Zudem warnen manche Rohstoffexperten beim derzeitigen Preis vor einem Investment in Gold. Der Preis kann schließlich auch wieder eine längere Talfahrt antreten. Nicht mehr als zehn Prozent seines Vermögens soll man in Gold investieren.
Wer dennoch auf das Edelmetall setzt, sollte die Kaufkosten vergleichen und bedenken, dass sie umso höher liegen, je kleiner die Einheit ist. Soll Gold als Sicherheit für Krisenzeiten dienen, sollte man jedoch auch unterschiedlich große Münzen wählen. Schließlich lässt sich ein Barren schlecht zerteilen.