Ich kann diese Griechenland-Schlagzeilen nicht mehr sehen. Wegen der Arroganz, die dahinter steckt. Auch wenn ich mit Finanzminister Schäuble nicht immer einer Meinung bin. Aber er hat recht, wenn er fordert, dass „wir Deutsche über andere Völker mit Respekt reden“ sollten.
Wir hätten keinen Grund über andere mit Häme herzufallen. Und er erinnert zu recht: „Als wir am Boden lagen, haben die anderen uns aufgenommen.“ Neben dieser moralischen und politischen Verantwort spricht auch ökonomisch alles für das deutsche Engagement.
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte und soll es bleiben. Erinnern Sie sich noch an die lästige Geldumtauscherei bei Urlaubsreisen? Oder an das Herumrechnen, ob sich der Kauf im Nachbarland wirklich lohnt? Ich freue mich über die vielen verschiedenen Euro-Münzen und bin begeisterter Sammler. Und unser Staat kann sich über die fünf Prozent Zinsen freuen, die die Griechen den Deutschen für deren Kredite zahlen. Das ist mehr als wir woanders bekommen. Und der Internationale Währungsfonds (IWF) wird schon dafür sorgen, dass die Griechen ihren Haushalt in Ordnung bringen. Das hat er bei allen anderen Schuldnern auch geschafft, warum nicht auch hier?
Und was können Sie persönlich tun? Gehen Sie mal wieder Griechisch essen. Erfreuen Sie sich der leckeren Lammkoteletts, des guten Weins und genehmigen Sie sich einen Ouzo. Stärken wir den sympathischen Griechen hierzulande den Rücken und zeigen Solidarität. Und dass Reisen nach Griechenland zurückgehen, das finde ich völlig unverständlich. Aber das wird sich sicher bald ändern. Denn die Griechen sind dabei, die Preise kräftig zu senken. Das war immer ein Anreiz für Urlauber, besonders für uns Deutsche.