Gerade in unsicheren Zeiten sollte man sich vom Glanz des Edelmetalls nicht blenden lassen. Oder sagen wir besser: von dessen Preis an den Märkten. Der scheint keine Obergrenze mehr zu kennen und war schon bis auf 1.200 US-Dollar je Feinunze geklettert. Erste Prognosen, Gold würde bald 2.000 oder gar 5.000 US-Dollar je Feinunze kosten, machten die Runde und befeuerten die Nachfrage nach dem Edelmetall weiter.
Niemals wertlos, aber manchmal zu teuer
Gold, so haben wir gelernt, bringt keine Zinsen. Wenn der Zins ein Preis für das Risiko ist, das man mit einer Anlage eingeht, dann sollte Gold demnach eine risikolose Anlage sein. Das stimmt insofern, als dass Gold niemals wertlos werden dürfte. Es schützt vor einem Totalverlust des Vermögens und garantiert stets ein Mindestmaß an Liquidität – wenn es physisch in handhabbaren Größen vorliegt.
Doch der Goldpreis hängt längst nicht mehr allein vom begrenzten Goldangebot an den Weltmärkten ab. Das „Verbriefungsfieber“ hat auch die Goldanlage erfasst. So treiben den Goldpreis eben auch Finanzmarkt-Wetten nach oben, die nicht mit physischem Gold unterlegt sind.
Achtung Goldblase!
Gold mag als Metall knapp werden. Doch der Preis, der für das Edelmetall gezahlt wird, ist eben auch Zeichen der gigantischen Liquidität weltweit, die eine Unterlegung durch „greifbare Werte“ sucht. So wie die Rohstoffpreise insgesamt hoch getrieben wurden und werden, geht es auch dem Gold. Es schützt nicht vor Inflation, es ist Opfer von Inflation, die sich eben heute nicht in einem Kaufkraftverlust bei Gütern des täglichen Bedarfs bemerkbar macht, sondern in aufgeblähten Vermögenspreisen. Es hat sich eine Goldblase gebildet.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Wenn man dies weiß, lässt sich wiederum mit Gold ganz gut leben. Gewusst wie – davon handelt dieses
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