Schön für die Postbank-Kunden, wenn mal keiner der rund 7.000 Automaten der Cash-Group in der Nähe ist, zu der auch noch Deutsche und Dresdner Bank, Hypovereins-, Commerzbank und Norisbank angehören. Nicht nur für diese Leute, sondern für alle Verbraucher gilt: „Fremdgehen kommt einen teuer zu stehen“.
Katz- und Maus-Spiel
Wer als Sparkassenkunde nicht einen der rund 25.000 Geldautomaten nutzt und beispielsweise zu einer Volksbank oder einer anderen privaten Bank geht, zahlt heutzutage bis zu zehn Euro. Und umgekehrt kassieren Sparkassen vor allem die Kunden von Direktbanken wie ING-Diba oder DKB-Bank ab, falls die mit ihren Maestro-Karten Bargeld abheben wollen. Oder sie sperren denen die Geldautomaten, falls sie es mit einer Diba- oder DKB-Kreditkarte versuchen. Zwar sind die Direktbanken schon einige Mal mit Erfolg gegen diese Räubermethoden gerichtlich vorgegangen. Doch das Katz- und Maus-Spiel setzt sich munter fort.
Bei den Nachbarn geht`s kostenlos
Eigentlich seltsam. Denn in den meisten Nachbarstaaten wie den Niederlanden oder Österreich können alle Bankkunden sich an allen Geldautomaten gebührenfrei mit Bargeld eindecken. Warum geht das nur bei uns in Deutschland nicht? Mit diesen Nickeligkeiten wird man das Vordringen der Direktbanken jedenfalls kaum aufhalten. Das geht nur mit besserem Service und interessanteren Zins-Offerten. So lange es hier keine Einigung gibt, sollte jeder Bankkunde möglichst nur bei seiner Bank bzw. dem Bankenverbund Bargeld tanken. Oder eben an einer Tankstelle.