Viele Anleger achten bei der Wahl ihrer Geldanlagen auf ökologische Aspekte. Hoch im Kurs standen lange Zeit
Umweltfonds, denn die Investition in Zukunftstechnologien versprach hohe Wachstumsraten und saubere Renditen. Doch die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise bescherte umweltfreundlich investierenden Investmentfonds ebenso hohe Kursverluste wie klassischen Aktienfonds. Zum Schrecken der Anleger stürzten Fonds für erneuerbare Energien, Wasser- oder Solarfonds reihenweise ab, teilweise bis zu 50 Prozent. Inzwischen sind die Fondskurse wieder auf den Erholungspfad eingeschwenkt und mutige Investoren nutzen die niedrigen Kurse zum Einstieg. Doch nicht wenige Anleger sind verunsichert und sehen die grüne Wachstumsstory angekratzt. Viele richten den Focus lieber auf sichere Zinsen und berechenbare Renditen.
Konkurrenzfähige Zinsen
Verzinste Geldanlagen mit grüner Rendite finden Sparer bei ökologisch und sozial orientierten Geldinstituten. Die Nürnberger Umweltbank, die Bochumer GLS Bank und das Internetinstitut Ethikbank sammeln Spargelder und vergeben sie an alternative Investoren für Umweltprojekte, ethisch-soziale Vorhaben und ökologisches Bauen. Die Institute offerieren Anlegern inzwischen
marktfähige Zinsen. Es besteht zudem die Möglichkeit, auf einen Teil seiner Kapitalerträge bewusst zu verzichten, um ökologische oder ethische Projekte gezielt zu unterstützen.