Was sind Ihre persönlichen Anlageziele?
Dabei gilt es, die eigenen finanziellen Verhältnisse ebenso zu beleuchten wie die eigene Lebenssituation. Wenn etwa eine Familie das Geld für einen Immobilienkauf in den nächsten zwei Jahren ansparen möchte, darf sie nicht so riskant anlegen wie ein gutverdienender Single, der jeden Monat 500 Euro übrig hat und vorerst keine großen Anschaffungen plant.
Wie viel Anlageerfahrung haben Sie?
Jemand, der bislang sehr sicherheitsorientiert in Bundeswertpapiere investiert hat oder lediglich Geld auf einem Tagesgeldkonto gespart hat, tut sich womöglich schwer damit, eine riskante Anlage einzugehen, die auch mal im Minus notiert. Wenn man sich aber darüber klar wird, dass riskantere Anlageformen es zumeist erforderlich machen, dass man die Geldanlage auch mal in schwächeren Marktphasen durchhält, dann lässt man sich weniger verunsichern.
Muss Sie noch Schulden tilgen, zum Beispiel nach einem Immobilienkauf?
Fakt ist: Schuldentilgung ist oft die allerbeste Geldanlage, da die Tilgung nämlich hohe Renditen ermöglicht – in Höhe des effektiven Kreditzinses, den man sich dann ja einspart. Lassen sich die Schulden nicht zurückzahlen, da vielleicht bei der Immobilienfinanzierung keine Sondertilgungsoption vereinbart wurde, sollte das Geld immer so angelegt werden, dass es zum nächstmöglichen Tilgungstermin auch verfügbar ist und für diesen Zweck genutzt werden kann.
Wie hoch sind die Kosten der Geldanlage?
Was ist zum Beispiel an Abschlussgebühren, an laufenden Kosten, an Ausgabeaufschlägen oder sonstigen Provisionen fällig? Ein guter, seriöser Berater wird sich nicht scheuen, ausführlich mit Ihnen darüber zu sprechen. Laut Bundesgerichtshof sind die Banken zum Beispiel dazu verpflichtet, ihre Kunden über Rückvergütungen aufzuklären, die sie nach einem Produktverkauf vom Produktanbieter kassieren. Die Kosten der Geldanlage ermöglichen es dem Kunden, die Empfehlungen des Beraters genau zu hinterfragen. Außerdem gilt: Nur wer die Kosten kennt, kann auch ein Wettbewerbsangebot einholen. Denn was beim Autokauf gang und gäbe ist, gilt auch bei der Geldanlage: Im guten Einkauf steckt schon ein Teil des Gewinns.