Sich in Geldfragen an einen Bankberater zu wenden, ist nicht immer der beste Weg. Denn die Berater wollen ihre Produkte verkaufen. Nur eine unabhängige Finanzberatung gegen Honorar kann objektiv beraten.
Bankberater sind weder unabhängig, noch beraten sie objektiv. Denn ihre Beratung ist kostenlos, weil sie am verkauften Produkt verdienen. In Sachen Finanzen sollte man ich nur an einen unabhängige Finanzberater wenden, der auf Honorarbasis arbeitet. Davon gibt es aber leider nur wenige. Zudem sind die wenigsten Kunden bereit, Geld für eine Beratung auszugeben. Es würde sich aber lohnen. Denn das Beratungshonorar fährt eine individuell zugeschnittene Geldanlage schnell über die Rendite wieder ein. Für eine allgemeine Beratung sind 75 Euro für eine halbe Stunde die Untergrenze. Fachfragen zu klären kostet zwischen 150 und 200 Euro die Stunde, für eine komplexe Beratung muss man 250 bis 400 Euro die Stunde ausgeben, lautet eine Einschätzung der „Alten Hasen“, einer unabhängigen Finanzberatung für Senioren in Frankfurt.
Einen guten Finanzberater erkennt man laut Professor Jürgen Steiner vom Institut für Private Finanzplanung an der Universität Passau, das an der Einführung eines Gütesiegels für den Beraterjob arbeitet, an diesen Kriterien: „Ein guter Berater sollte seinen Job hauptberuflich ausüben und über eine Fachausbildung verfügen. Er sollte die persönlichen Daten und den Finanzstatuts des Kunden erfragen, die Zukunftsplanung und die existierenden Finanzprodukte des Kunden analysieren.“ Zu seinen Aufgaben zähle es auch, eine Finanzstrategie zu entwickeln und über Chancen und Risiken von Finanzprodukten aufzuklären. Schnelle Entscheidungen, zu denen ein Berater möglicherweise drängen möchte, seien bei weit über 40.000 zertifizierten Finanzprodukten völlig unangebracht und unseriös.