Jedes Jahr ermittelt die Fachzeitschrift "Die Bank" die nach der Bilanzsumme größten deutschen Geldhäuser - von den Privatbanken über die Sparkassen bis zu den Genossenschaftsbanken.
Besonders die großen Direktbanken konnten ihren Wachstumskurs fortsetzen. So belegt die ING-Diba mit einem Umsatzplus von 9,79 Prozent, über sieben Millionen Kunden und einer Bilanzsumme von 96,33 Milliarden Euro inzwischen Platz 18. 2005 waren es noch 64 Milliarden Euro (Platz 27); vor zehn Jahren hatten es die Frankfurter, die mit
Tagesgeld und
Baugeld auf Wachstumskurs gegangen sind, auf Platz 97 knapp unter die Top 100 geschafft.
Auch die DKB, die Deutsche Kreditbank, arbeitet sich in der Tabelle stetig nach vorne – jetzt auf Platz 23 (2005: Platz 43). Die Berliner, deren Kernprodukte ein
gut verzinstes Girokonto sowie
Privatdarlehen sind, hatten 2010 rund 2,05 Millionen Kunden und legten in der Bilanzsumme deutlich um 8,58 Prozent auf 55,18 Milliarden Euro zu, so die aktuelle Auswertung der Zeitschrift „Die Bank“.
Größte Sparkasse platziert sich im oberen Drittel
Damit rangieren die großen Direktbanken deutlich vor den größten deutschen Sparkassen: Die Hamburger Sparkasse (Haspa) – Nummer 1 unter den Öffentlich-Rechtlichen - belegt Platz 32 (38,23 Milliarden Euro) vor der Sparkasse Köln-Bonn (Platz 39, 29,33 Milliarden Euro) und der Kreissparkasse Köln (Platz 41, 24,49 Milliarden Euro). Hier reicht die Bandbreite von moderaten Zuwächsen bis hin zu leichten Einbußen. Bei den Genossenschaftsbanken ist selbst die dortige Nummer 5, die Ärzte- und Apothekerbank (Apo-Bank) trotz eines deutlichen Rückgangs der Bilanzsumme noch größer als die größte deutsche Sparkasse Haspa.