Variable Zinsen bieten Chance auf mehr
Anleger, die sich steigende Zinsen nicht verbauen wollen, können auf
variabel verzinste Sparpläne setzen. Dabei passt sich der änderbare Grundzins regelmäßig an die Zinslandschaft an. Als Richtschnur dienen öffentliche Referenzzinssätze, etwa der 3-Monats-Euribor der Europäischen Zentralbank, der EZB-Leitzins oder die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen. Neben dem flexiblen Grundzins, der gewöhnlich niedriger ausfällt als bei Festzinsangeboten, zahlen fast alle variabel verzinsten Sparpläne Bonuszinsen. Je länger man spart, desto höher der Extrazins. Die Höhe der Boni bestimmt entweder die jährliche Sparrate, die jährlichen Zinsen oder eine festgelegte Geldprämie.
Die Kombination aus Basiszins und Bonuszahlungen ist langfristig attraktiv. So erreicht aktuell – trotz Niedrigzinsphase – das Renditesparen der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft bei 15-jähriger Laufzeit eine Rendite von 3,8 Prozent. Wer monatlich 100 Euro einzahlt, der erhält nach gegenwärtiger Zinslage 24.231 Euro. Attraktiv ist auch der Jugendsparplan des
Spar- und Bauvereins Hannover. Bei 15-jähriger Laufzeit erzielen Anleger eine Rendite von 3,64 Prozent. Wer ab Geburt des Kindes bis zum 18. Lebensjahr jeden Monat 50 Euro anlegt, der kann dem Nachwuchs bei aktueller Verzinsung 15.230 Euro mit auf den Weg geben. Die PSD Bank München offeriert nach 15 Jahren Laufzeit aktuell 3,35 Prozent Rendite für ihren Sparplan. Positiv: Steigt das allgemeine Zinsniveau, werden sich die Renditen der variablen Sparpläne weiter verbessern. Für den Fall eines Zinsrückgangs bieten Sparpläne mit flexiblen Zinsen einen Trumpf: die Kündigungsmöglichkeit nach einer Frist von drei Monaten.