Variable Zinsen bieten Chance auf mehr
Anleger, die sich steigende Zinsen nicht verbauen wollen, können auf variabel verzinste Sparpläne setzen. Dabei passt sich der änderbare Grundzins regelmäßig an die Zinslandschaft an. Als Richtschnur dienen öffentliche Referenzzinssätze, etwa der 3-Monats-Euribor der Europäischen Zentralbank, der EZB-Leitzins oder die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen. Neben dem flexiblen Grundzins, der gewöhnlich niedriger ausfällt als bei Festzinsangeboten, zahlen fast alle variabel verzinsten Sparpläne Bonuszinsen. Je länger man spart, desto höher der Extrazins. Die Höhe der Boni bestimmt entweder die jährliche Sparrate, die jährlichen Zinsen oder eine festgelegte Geldprämie.
Die Kombination aus Basiszins und Bonuszahlungen ist langfristig attraktiv. So erreicht aktuell – trotz Niedrigzinsphase – der Flexi-Sparplan des
Spar- und Bauvereins Hannover bei 15-jähriger Laufzeit eine Rendite von 4,31 Prozent. Für Jugendliche unter 18 Jahren zahlt die Bank zusätzlich einen Zinsbonus von 0,25 Prozent, dadurch steigt die Rendite beim Jugend-Flexisparen auf 4,53 Prozent. Auch bei der Sparkasse Detmold überschreiten Anleger beim sogenannten Prämiensparen nach 15 Jahren mit 4,12 Prozent Rendite die Vier-Prozent-Marke. Positiv: Steigt das allgemeine Zinsniveau, werden sich die Renditen der variablen Sparpläne weiter verbessern. Für den Fall eines Zinsrückgangs bieten Sparpläne mit flexiblen Zinsen einen Trumpf: die Kündigungsmöglichkeit nach einer Frist von drei Monaten.