
In Niedrigzinszeiten empfehlen sich variable Banksparpläne
Mit Banksparplänen können Anleger derzeit nicht reich werden. Wer aber auf einen Sparplan mit änderbarem Zins setzt, der hat Chancen auf steigende Renditen.
Die Deutsche Bank rechnet gegen Ende des Jahres mit ersten Zinsschritten der Europäischen Zentralbank. In ihrem Konjunkturausblick 2010 schreiben die DB-Volkswirte: „Erste Leitzinsanhebungen erwarten wir ab Herbst dieses Jahres. Der Refinanzierungssatz (Leitzins) könnte am Jahresende bei zwei Prozent liegen.“ Tritt dieser Fall ein, hätte sich der EZB-Leitzins binnen zwölf Monaten immerhin verdoppelt, aktuell liegt er bei einem Prozent.
Konstante Wertzuwächse mit Banksparplänen
Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus haben Auswirkung auf die Sparzinsen. Steigt der Leitzins, verbessern sich auch die Gutschriften bei Tages- und Festgeldern sowie Sparbriefen und Banksparplänen. Höhere Zinsen fallen besonders bei langfristigen Sparprozessen ins Gewicht, denn hier wirkt der Zinseszinseffekt. Ein beliebtes weil sicheres Instrument zum Vermögensaufbau sind Banksparpläne. Stete Zinsgutschriften sorgen für konstante Wertzuwächse, Kapitalverluste wie Aktien und Aktienfonds sind ausgeschlossen. Gebühren und sonstige Kosten fallen nicht an.
Zwei Typen von Sparplänen sind am Markt: Sparpläne mit fester Zinszusage und Sparpläne mit variablen Zinsen. Bei fester Verzinsung kann der Anleger bereits im Vorfeld die Endrendite über die gesamte Laufzeit errechnen. Zwei Modelle sind bei letztgenannter Variante üblich: Sparpläne mit einheitlichem Festzins über die Gesamtlaufzeit oder Sparpläne mit jährlich steigenden Festzinsen, sogenannten Zinstreppen. Aufgrund der ungünstigen Zinslage haben sich allerdings erste Anbieter aus dem Markt zurückgezogen. So bietet etwa die ING-Diba derzeit keinen Banksparplan an.