Die in Berlin ansässige Weberbank AG wird von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) übernommen. Der Kaufvertrag mit der WestLB ist unterzeichnet, über den Kaufpreis geben die Institute keine Auskunft. Mit dem Zukauf will sich das Potsdamer Institut Zugang zum gehobenen Privatkundensegment erschließen.
Verkauft wurde die 1949 gegründete Weberbank von der West LB, die sie erst 2005 erworben hatte. Die in Turbulenzen geratene Landesbank kam damit einer Entscheidung der Europäischen Union nach. Die Weberbank solle, so MBS-Chef Walter Schubert, als eigenständige Marke weitergeführt werden. „Mit dem Erwerb der Weberbank erhält die MBS eine etablierte Marke mit einem attraktiven Kundenstamm im gehobenen Privatkundensegment“, so Schubert.
Derzeit hat die Weberbank etwa 250 Mitarbeiter an zwei Standorten in Berlin sowie in Bielefeld, Essen und Düsseldorf. In der Zentrale in Berlin-Wilmersdorf sind etwa 120 Mitarbeiter tätig.
Die MBS, die als eine der wenigen Sparkassen auch im Internet als MBS-direkt erfolgreich ist, zählt zu den Großen unter den rund 430 deutschen Sparkassen. Sie rangierte 2008 nach der Bilanzsumme (rund 8,5 Milliarden Euro) auf Rang 18 der Sparkassenrangliste. Durch den Zukauf erreicht sie die Zehn-Milliarden-Marke bei der Bilanzsumme und schließt zu den zehn größten deutschen Sparkassen auf.