Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte gestern Abend der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ für die Bürger der Eurozone parat: Ackermann sieht auf absehbare Zeit keine Inflationsgefahr im Euroraum. „In den nächsten zwei bis drei Jahren rechne ich überhaupt nicht damit“, so Ackermann und liegt damit auf gleicher Linie wie der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) Ewald Nowotny. Für beide ist Inflation angesichts unausgelasteter Kapazitäten in der Wirtschaft keine unmittelbare Gefahr.
Euro fundamental stark
Für Ackermann ist der Euro zudem immer noch „fundamental stark“. Die europäische Währung liege gegenüber dem Dollar derzeit „irgendwo in der Mitte“ zwischen Einführungskurs und bisherigem Höchststand. Die großen Einsparungen, die jetzt in der Europäischen Union diskutiert werden, werden nur in den Ländern mit großen Staatsdefiziten kommen, wie Griechenland, Spanien, Italien und Portugal.