Startseite | RSS | Mobil | Inhalt
Samstag, 11.02.2012 20:43 Uhr
Startseite » Geldanlage » Drohende Staatspleiten
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Drohende Staatspleiten

Woran man wirtschaftliche Wackelkandidaten erkennt

01.06.2010 14:41
Von Erwin J. Frasl
Drohende Staatspleiten Woran man wirtschaftliche Wackelkandidaten erkennt Finanzportal Biallo.de
Übermäßige Auslandsverschuldung von Staaten führt langfristig zu Problemen, übt Druck auf die Währung aus und erschüttert das Vertrauen der Anleger. Auf welche Kennziffern sollten Anleger achten?
Historisch betrachtet, spielte die Zinsbelastung für einen Staatshaushalt schon immer eine bedeutende Rolle (siehe auch bialloblog). In Bezug auf die Bonität müssen sowohl die Schulden als auch die Financial Assets, beispielsweise die Devisenreserven, unter die Lupe genommen werden. Entscheidend ist der Saldo aus beiden Kennzahlen. Wichtiger als die Gesamt-Einnahmen eines Staates ist indes die Teilmenge der Steuereinnahmen.

Ab 25 Prozent Zinsbelastung der Steuereinnahmen wird es gefährlich

Historisch verhält es sich so, dass es Regierungen in etwa ab einer Zinsbelastung in Höhe von 25 Prozent der Steuereinnahmen (aufwärts) schwer haben, ein vernünftiges Budget aufzustellen. Ab einem Wert von 90 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) aus dem Saldo der Verschuldung und den Financial Assets wachsen die Risiken enorm an, vor allem dann, wenn die Refinanzierungsbasis (die Zinsen) steigt.
2009
in
Millionen
Euro
Ein-
nahmen
davon
Steuern
Zins-
be-
lastung
Finanz-
aktiva

Schulden

Saldo Defizit
Griechenland 87.546 45.851 11.811 75.757 282.556 206.799 32.342
Spanien 365.019 196.940 18.828 291.543 657.509 365.966 117.630
Italien 709.135 441.858 70.163 421.688 1.956.973 1.535.285 80.800
UK* 654.334 448.790 31.210 498.815 1.208.520 709.705 186.347
Deutschland 1.065.950 567.390 63.530 670.557 1.832.499 1.161.942 79.410
Irland 55.820 35.130 3.444 70.405 114.928 44.523 23.350
Österreich 133.308 75.694 7.550 91.872 194.936 103.064 9.496
 Quelle Zahlen: Eurostat, Tabelle: Schoellerbank
* GBP umgerechnet mit EUR 0,86
„In Europa gibt es derzeit eine ‚Sozialisierung’ der Staatsschulden“, so Bernhard Spittaler, Dachfondsmanager der Schoellerbank Invest AG. „Vergleichsweise finanzstarke Euro-Länder bürgen für die Staatsschulden anderer Euro-Mitglieder, um die Währung wieder zu stabilisieren“. Kurzfristig erscheine diese Maßnahme durchaus sinnvoll und richtig.

Langfristig hingegen werden dadurch höhere Verschuldungsquoten produziert, die entweder durch ein höheres Wirtschaftswachstum, was derzeit nicht in Sicht ist, eine Anhebung der Steuern – siehe Griechenland -, Inflation, eine Währungsreform oder einen „Haircut“ – also einen Forderungsabschlag - zurückgeführt werden müssen. „Diese Punkte sollten Anleger genau beobachten“, so Spittaler.
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Leserkommentare

Name:
E-Mail:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Foto: colourbox.com ID:3936
Nach Oben
Anzeige
Biallo präsentiert

Weltweit gebührenfrei Bargeld abheben!

Das können Sie mit der kostenlosen Kreditkarte Visa Prepaid von Wüstenrot. Diese Visa-Karte auf Guthabenbasis erhalten Sie zusammen mit dem kostenlosen Girokonto Top Giro.
Klingt interessant, bitte mehr Infos ...
Anzeige
Kostenlose Geldanlage-App für Ihr iPhone
Infoservice-Geldanlage, Foto: Darren Baker/Fotolia.com
Biallo-Index
zur Zinsentwicklung hier
Festgeld Konditionen
1 Deniz-Bank
3,15 %
2 Isbank
3,10 %
3 Autobank
3,07 %
4 Vakifbank Intern.
3,01 %
5 Amsterdam Trade Bank
3,00 %
Laufzeit:12 Monate; Betrag 10.000 Euro
Tagesgeld Konditionen
1 Barclays
2,75 %
2 Deniz-Bank
2,75 %
3 MoneYou
2,75 %
4 Amsterdam Trade Bank
2,70 %
5 Bank of Scotland
2,70 %
Laufzeit:3 Monate; Betrag 10.000 Euro
Kolumne von Horst Biallo

Günstiges Geld

Manchmal kommt es ganz dicke: Das Finanzamt fordert eine Steuernachzahlung, das Auto benötigt neue Reifen - und dann geht auch noch die Heizung kaputt. In solchen Fällen kommt man zuweilen nicht drum herum, einen Ratenkredit aufzunehmen. Unter Druck zum nächstbesten Angebot zu greifen, ist aber keine gute Idee. ... mehr
.
© 2012 Biallo & Team GmbH