Die seit Oktober 2008 geltende Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro wurde bis zum 31. Dezember 2010 verlängert. Damit solle das Vertrauen der Anleger gestärkt werden, sagte eine Sprecherin des niederländischen Finanzministeriums gegenüber biallo.de.
Nutznießer dieser Entscheidung, die weit über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung von jetzt 20.000 und ab Juni 50.000 Euro hinausreicht, sind Tausende von deutschen Kunden niederländischer Banken wie Amsterdam Trade Bank, Credit Europe oder Garanti Bank. Diese Banken sind seit einigen Jahren als Nischenanbieter, zumeist mit überdurchschnittlichen Tages- und Festgeld-Zinsen, mit Filialen oder als reine Internet-Anbieter auch in Deutschland tätig.
Für Verbraucher bedeutet diese Entscheidung der holländischen Regierung Planungssicherheit bis Ende 2010 und darüber hinaus. Marktbeobachter rechnen mit einem deutlichen Zuwachs bei Festgeldanlagen. Ab 2011 greift die im EU-Finanzministerrat beschlossene Einlagensicherung von 100.000 Euro. “Der Regierung ist es darum gegangen, diese zeitliche Lücke zu überbrücken”, sagte die Sprecherin des holländischen Finanzministeriums, Saskia Kranendonk. Die Banken seien bereits über die Entscheidung informiert. Die neue Einlagensicherungsgrenze findet man bereits in unserem
Geldanlage-Rechner.
"Wir sehen in der Entscheidung der Niederlande keine Wettbewerbsverzerrung", sagt Thomas Schlüter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken. Bereits jetzt seien die Einlagen bei deutschen Instituten durch das Zusammenspiel verschiedener Sicherungseinrichtungen deutlich höher als 100.000 Euro pro Anleger, so Schlüter gegenüber biallo.de.