„Falsche Fuffziger“ - bei Fälschern sehr beliebt
Mehr falsche Banknoten, weniger gefälschtes Münzgeld - auf diesen kurzen Nenner lässt sich bringen, was die Bundesbank im ersten Halbjahr 2010 an Falschgeld aus dem Verkehr gezogen hat. In dieser Zeit registrierte sie 33.700 falsche Euro-Banknoten – gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009 ist das ein sattes Plus von 20 Prozent.
Der dadurch verursachte Schaden hat sich von 1,6 auf 1,9 Millionen Euro erhöht, fast ausschließlich war der Einzelhandel betroffen. Mit Abstand am beliebtesten bei den Fälschern ist der 50-Euro-Schein. Auf ihn entfallen fast zwei von drei Fälschungen. In der gesamten Eurozone gingen die Fälschungen allerdings erstmals seit 2006 zurück – 387.000 Blüten.
Doch die Bundesbank versucht zu beruhigen: „Deutschland liegt mit rund acht Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums“, sagt Helmut Rittgen, Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank. „Das höchste Risiko mit Falschgeld in Berührung zu kommen liegt beim Einzelhandel.“ Banknoten sollten stets aufmerksam geprüft werden, da es für Falschgeld keinen Ersatz gibt. Wer auf Falschgeld stößt, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten, empfiehlt Rittgen.
Tipp: Um Blüten zu erkennen, sollten Verbraucher auf die Sicherheitsmerkmale achten. Wer sich nicht sicher ist, sollte bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine zweifelsfrei echte, die zum Beispiel aus einem Geldautomaten gezogen wurde, daneben legen.
Wichtige Sicherheitsmerkmale der Banknoten:
- Auf der Vorderseite der Banknoten sind erhabene Teile des Druckbildes (Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand) zu fühlen.
- Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht erkennen.
- Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Banknote.