Eine Euro-Skulptur vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main
Die Angst vor einer neuen Wirtschaftskrise, einem weichen Euro und steigenden Preisen geht um. Wie Anleger sich jetzt positionieren.
Erst schickten faule US-Hypothekenkredite die Weltwirtschaft in die Rezession, dann wurde Griechenland praktisch zahlungsunfähig – und jetzt droht der Zusammenbruch des spanischen Immobilienmarktes: Die Schuldenkrise in Europa weitet sich aus, der Euro gerät immer weiter unter Druck.
Die Angst vor einem dramatischen Rückschlag für die Konjunktur und die wachsenden Sorgen um das europäische Finanzsystem treiben die Sparer in vermeintlich krisenfeste Anlagen. Daran hat auch das milliardenschwere Rettungspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds nichts geändert. Insgesamt 750 Milliarden Euro stehen für Not leidende Euroländer wie Griechenland und vielleicht schon bald Spanien zur Verfügung. Und sogar die Europäische Zentralbank musste einlenken und faktisch die Gelddruckmaschine anwerfen: Seit wenigen Wochen kaufen die Währungshüter Staatsanleihen der Pleitekandidaten zu marktfernen Preisen.
Keine Krise ohne Gewinner
Verzweifelt kämpfen Europas Politiker um die Gemeinschaftswährung. Doch die Verunsicherung an den Kapitalmärkten bleibt groß – und am Ende zahlen die Steuerzahler die Zeche. Sie müssen die Sparpakete ihrer Regierungen ausbaden und um den Wert ihrer Ersparnisse fürchten. Denn die gigantischen Schuldenberge und die gewaltigen Liquiditätshilfen der Währungshüter heizen mittelfristig die Inflation an. Doch jede Krise hat auch ihre Gewinner: Auf welche Anlagen mit kalkulierbarem Risiko Anleger jetzt noch setzen können.