2. Günstige Preisspekulation: Wer rein auf den Goldpreis spekulieren möchte, sollte eher kein physisches Gold kaufen. Der Preisunterschied (Spread) zwischen Ankauf und Verkauf ist in der Regel zu hoch, um auf Preisschwankungen flexibel reagieren zu können. Gute Alternativen bieten mit echtem Gold hinterlegte Exchange Traded Fonds (ETF), die über die Börse ge- und verkauft werden. Im Falle einer Bankenpleite können Anleger hier auf die Herausgabe des Goldes bestehen, die Gläubiger des Institutes haben darauf grundsätzlich keinen Zugriff. Ähnlich konstruiert sind auch ETC (Exchange Traded Commodities) wie das
Xetra-Gold, das den Wert eines echten Gramms Gold abbildet. Vorteil: Sehr geringer Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis und einfaches Handeln analog zu Aktien über das eigene Depot. Nachteil: Für den Service berechnet der Herausgeber in der Regel eine Verwaltungsgebühr – für Xetra-Gold beläuft sich diese zum Beispiel auf 0,38 Prozent im Jahr.
3. Ersatzgeld für Krisen: Wer mit einem Zusammenbruch des Finanzsystems rechnet, der vertraut in der Regel auch nicht auf die Lagerservices und Produktversprechungen von Banken. Hier hilft nur echtes, greifbares Gold. Am günstigsten sind grundsätzlich große Barren, da sich hier der Preis für die Verarbeitung in Grenzen hält und deshalb der Kaufwert sehr nahe am aktuellen Goldpreis liegt. Als Krisenwährung sind sie aber aufgrund des hohen Gewichts nicht wirklich geeignet, da haben Anlagemünzen klare Vorteile: Im Gegensatz zu Sammlermünzen hält sich der Aufpreis für die kunstvolle Prägung in Grenzen und sie lassen sich im Notfall relativ leicht tauschen, denn ihr Aussehen und Gewicht ist standardisiert. Gut geeignet sind hierfür zum Beispiel Münzen wie „Krügerrand“, „Wiener Philharmoniker“ oder „Eagle“. Über Internetseiten wie bullionweb.de lässt sich deren Prägung leicht recherchieren und das Gewicht mit einer Briefwaage einfach überprüfen. Grundsätzlich sind kleine, leichte Münzen im Vergleich zu ihrem Goldwert teurer als große, schwere.