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Im Interview - Edelmetall-Experte Walter K. Eichelburg

Beim Goldpreis gibt es keine Obergrenze

22.04.2010 10:24
Von Erwin J. Frasl
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Edelmetall-Experte Walter K. Eichelburg
Biallo.de sprach mit dem Investor und Betreiber der Gold- und Krisen-Website www.hartgeld.com Walter K. Eichelburg über die Chancen von Investitionen in Edelmetalle.
Biallo.de: Sie betreiben seit vielen Jahren die Website hartgeld.com für den langfristigen Edelmetall-Investor. Wie langfristig muss ein Investor aus Ihrer Erfahrung in Edelmetalle investieren, um erfolgreich zu sein?

Walter K. Eichelburg: Ein Investor sollte möglichst den gesamten Zyklus einer Asset-Klasse drinnen bleiben, um die großen Multiplen zu erreichen. Bei Aktien war das von 1982 bis 2000, von 1990 bis 2000 hat aber auch gereicht. Jetzt gibt es dort nur mehr kleine Bear-Market-Ralleys. Bei Gold/Silber begann der Zyklus ab 2000, aber man kann auch jetzt noch einsteigen, die großen multiplen Zuwächse (etwa das 30- bis 50-fache gegenüber Aktien) kommen noch. Bis zum Ende des Zyklus etwa 2015 bis maximal 2020.

Biallo.de: Hat die Finanzkrise das Interesse der Anleger aus Ihrer Sicht nachhaltig verändert?

Eichelburg: Eine richtige Finanzkrise haben wir noch nicht gesehen, bei Aktien nur Mini-Crashes, bei Bonds noch kaum welche. Die richtigen Crashes kommen noch, aber nicht unbedingt gegenüber Euro oder Dollar, sondern gegenüber Gold. Erst dann werden die Leute aufwachen und alles Papier für lange Zeit verdammen.

Biallo.at: Was sind Ihrer Einschätzung nach die gröbsten Fehler die Anleger bei ihren Investments in Edelmetalle machen?

Eichelburg: Die Investoren, die heute in Edelmetalle gehen, gehören zum "Smart Money" und die werden richtig verdienen, wenn sie den ganzen Zyklus drinbleiben. Die Masse macht immer den gleichen Fehler: Sie geht am Höhepunkt in eine Asset-Klasse hinein, dann fährt diese runter. Wie um 1999 bei Aktien, bei Gold wird es genauso sein. Vor 5.000 Dollar bis 10.000 Dollar pro Unze wird die Masse nicht in Gold gehen. Der nächste Fehler ist Kauf auf Kredit. Beim geringsten Kurseinbruch verkaufen sie dann in Panik. Verluste sind hier unausweichlich.

Biallo.de: Was hat Ihr besonderes Interesse an Edelmetallen geweckt?

Eichelburg: Ich bin seit über 25 Jahren Investor und habe immer erkannt, welche Asset-Klasse "billig" ist und vermutlich steigen wird. Nach dem Ende der Aktienbubble in 2000, wo ich größtenteils ausgestiegen bin, war ich auf der Suche nach einem neuen zukunftsträchtigen Investment. Man muss dazu natürlich viele Quellen lesen.
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Leserkommentare

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07.05.2010 15:30 Uhr
Lucas W.: Immer wieder der Panikwalter...
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, bei Biallo.de einem Mann eine Plattform zu bieten, der in der Hauptsache mit Angst und Panik zu verbreiten sein Geld verdient. Jedes Jahr ein neuer Weltuntergang wirkt nicht sehr seriös und erweist sich in der Nachbetrachtung als extrem unfundiert und inhaltslos...
Foto: www.hartgeld.com ID:3782
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