Nein, ganz im Ernst. Da bieten dunkle Gestalten einem den Job eines „Finanzagenten“ an. Man soll Zahlungen fremder Leute auf sein eigenes Konto zulassen und das Geld danach an eine Person im Ausland weiterleiten. Die kleine Mühe wird mit einer saftigen Provision belohnt, die man gleich vom Überweisungsbetrag einbehalten kann.
Das hört sich auf den ersten Blick doch ganz anders an als die „Nigeria-Masche“. Erinnern Sie sich noch? Da wird einem ein Drittel einer großen Geldsumme aus Afrika versprochen. Um an die zu kommen, muss man erst selbst ein paar Tausender überweisen. Doch das ist dann schon alles. Hier läuft das Ganze also anders. Das fremde Geld fließt zunächst aufs eigene Konto. Kein Risiko? Und ob.
So warnt der Bankenverband, dass die eingehenden Gelder meistens von Opfern betrügerischer Handlungen stammen. Wer diese Summen in Empfang nimmt und weiterleitet, setzt sich der Gefahr aus, wegen Beihilfe zur Geldwäsche und zum Betrug belangt zu werden. Zudem erbringt jeder, der Geld gegen Provision weiterleitet, ein so genanntes Finanztransfergeschäft, für das man die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) braucht. Wer ohne diese Erlaubnis aktiv wird, kann auch noch strafrechtlich verfolgt werden. Quintessenz: Wer einen lukrativen Nebenjob sucht, sollte sich nach seriösen Angeboten umschauen. Dazu gehört vor allem das Austragen seiner Zeitung am frühen Morgen....