Mit Neuerungen und Updates ihrer App warten aktuell Häuser wie etwa die Postbank auf. Die Version 3.0 der „iPostbank“ integriert einen kostenlosen Budgetplaner. Kontoumsätze können damit kategorisiert und in Schaubildern angezeigt werden, um Ein- und Ausgaben besser im Blick zu haben.
Bei Cortal Consors bietet die seit Ende Oktober erhältliche Version 2.1.1 unter anderem die „Wesentlichen Anlegerinformationen“ bei Fonds zum Anschauen an. Kunden, die übers Web Wertpapiere handeln möchten, profitieren noch bis Ende Februar 2012 von einer Flat Fee für 4,95 Euro plus anfallende Börsengebühren und fremde Spesen. Die maximale Ordergröße beträgt allerdings 10.000 Euro, danach wird es teurer. Orders direkt mit Kapitalanlagegesellschaften, Handel mit Optionen und Futures sind von der Aktion ausgeschlossen.
Deutschlands größte Direktbank ING-Diba hat zwar ebenfalls Mitte November eine neue Version ihrer App veröffentlicht. Trading und Wertpapierinformationen sind allerdings immer noch nicht möglich – beides soll aber noch bis Jahresende kommen.
Insgesamt listet der Apple App-Store im Bereich Finanzen international inzwischen mehr als 5.000 kostenlose und knapp 3.200 kostenpflichtige Apps auf. Und nahezu täglich kommen weitere hinzu. Interessant ist aber auch, wer noch fehlt – nämlich ausgerechnet einige Anbieter aus dem Kreis der internetaffinen Direktbanken und Onlinebroker, so die Netbank, 1822 direkt oder die Targobank. Auch biallo.de ist mit drei kostenlosen Biallo im App-Store vertreten – zur
Geldanlage, zur
Baufinanzierung und zu
Ratenkrediten.
Android-Apps sind auf dem Vormarsch
Zunehmend haben die Banken allerdings nicht mehr nur das iPhone im Blick. Angesichts des Markterfolgs von Apple-Konkurrenten wie etwa Samsung oder HTC forcieren die Banken inzwischen längst auch die Entwicklung von Apps für andere Smartphone-Betriebssysteme, etwa auf Basis von Android. So hat zum Beispiel aktuell die Postbank angekündigt, noch bis Jahresende eine App für Android-Smartphones anzubieten. Daneben steht natürlich weiterhin Apples Tablet-Rechner iPad im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Sicherheitsbedenken halten aber noch immer viele Bankkunden davon ab, Bankgeschäfte mobil zu erledigen.
Tipp: Wer sich für Banking via App interessiert, sollte sich bei seiner Bank nach dem Online-Sicherungsverfahren erkundigen. Noch nicht jedes Institut bietet etwa das als besonders
sicher geltende Verfahren mit Tan-Generator an. Aus Sicherheitsgründen ist auf jeden Fall davon abzuraten, sich eine Tan per SMS auf das Smartphone schicken zu lassen (Mobile-Tan-Verfahren), auf dem die Banking-App läuft. Denn wird einem das Handy geklaut, ist die Gefahr groß, dass das eigene Konto ausgeplündert werden kann. Bei vielen Banken ist daher die Kombination von App-Banking mit Mobile-Tan-Verfahren gar nicht möglich, wohl aber bei der DAB Bank.
Falls die eigene Bank noch keinen Tan-Generator offeriert, ist der Rückgriff auf die althergebrachte papierene i-Tan-Liste eine Möglichkeit. Allerdings sollte man dann nicht der Versuchung erliegen, die Tan-Liste aus Bequemlichkeitsgründen mit dem Handy abzufotografieren. Denn dann haben Gauner wieder leichtes Spiel – und man selbst läuft Gefahr, für den Schaden mitzuhaften.