- Topzins: Viele Tagesgeldkonten werben mit hohen Topzinsen, wie der Biallo-Tagesgeld-Vergleich zeigt. Doch für was oder wie lange gibt es diesen Zins? In vielen Fällen belohnt die Bank den Anleger nur, wenn er ein neues Tagesgeldkonto eröffnet, frisches Geld zur Bank überweist oder Wertpapiere überträgt. In der Regel gibt es solche Lockzinsen nur für kurze Zeit oder nur für einen bestimmten Anlagebetrag. Beispiel Cortal Consors: Die Direktbank bietet attraktive 2,6 Prozent Zinsen immerhin fest für ein ganzes Jahr. Den Zinssatz erhalten aber nur neue Kunden und nur für Beträge bis 50.000 Euro. Ab einem Anlagebetrag von 50.001 Euro zahlt die Bank nur noch 1,75 Prozent Zinsen, für alles was über 50.000 Euro hinausgeht. Auch die GE Capital Direkt Bank arbeitet mit Einschränkungen: 2,10 Prozent Tagesgeldzinsen gibt es derzeit nur bis zu einem Anlagebetrag von 75.000 Euro, danach fällt der Zinssatz auf 0,5 Prozent ab.
- Rendite oder Wertzuwachs? Statt der Rendite werben Banken gern mit dem durchschnittlichen Wertzuwachs, zum Beispiel bei Fonds. Der aber kann bei langen Laufzeiten deutlich höher liegen als die Rendite. Der Unterschied: Die angegebene Kursentwicklung zeigt Gewinne oder Verluste innerhalb bestimmter Zeiträume. Hingegen entsprechen Renditen der effektiven jährlichen Verzinsung. Beispiel: Ein Aktienfonds erreicht innerhalb von zehn Jahren eine Wertsteigerung von 116 Prozent. Wer glaubt, dies entspricht einer Durchschnittsrendite 11,6 Prozent, der irrt. Vielmehr liegt die Jahresrendite bei 8,0 Prozent. Der aufgelaufene Gesamtgewinn entsteht durch den Zinseszinseffekt. Tipp: Errechnen Sie die tatsächliche Rendite einer Fondsanlage mit unserem Fondsrendite Rechner.
- Aufgabeaufschlag versus Rendite: Der Ausgabeaufschlag kann die Rendite eines Fondssparplans deutlich senken. Wer zum Beispiel über zehn Jahre monatlich 100 Euro in Aktienfonds mit sieben Prozent Rendite einzahlt, der erzielt ohne Ausgabeaufschlag einen Gesamtgewinn von 42,5 Prozent, die Sparplanrendite entspricht exakt der Fondsrendite, also 7,0 Prozent. Kostet der Fonds jedoch fünf Prozent Aufgabeaufschlag, so fließen Monat für Monat nur 95 Prozent des Anlagebetrags in den Fonds, die Sparplanrendite sinkt um rund einen Prozentpunkt auf 6,05 Prozent, das Gesamtergebnis auf 35,70 Prozent. Statt 17.105 Euro kann der Sparer nur 16.290 Euro sein eigen nennen.
Auf effektive Rendite achten
Da Lockvogelangebote bei Zinsanlagen und kumulierte Angaben zu Wertsteigerungen häufig täuschen können, sollten Anleger darauf achten, dass bei der Wahl ihrer Geldanlage stets die jährliche Rendite ausgewiesen wird. Geht dies nicht aus dem Angebot hervor, sollte man es sich von der Bank vorrechnen lassen. Berücksichtigt die Rechnung zudem sämtliche Kosten der Geldanlage, kann man die effektive Rendite ermitteln. Am aussagekräftigsten ist stets der Vergleich der konkreten Guthabensumme am Ende der Laufzeit.