Bonuszins: Banksparpläne locken gern mit 50, 75 oder 100 Prozent Zinsbonus. In Wirklichkeit wird aber ein geringer Basiszins gewährt, hohe Bonuszinsen greifen erst nach vielen Sparjahren und dann auch nur auf den im letzten Sparjahr eingezahlten Anlagebetrag oder auf die zuletzt gezahlten Zinsen.
Beispiel: Banksparplan der Postbank. Das Institut wirbt mit einem Geldbonus von bis zu 100 Prozent auf die eingezahlte Jahresrate. Doch diesen gibt es erst nach 25 Sparjahren und dann auch nur einmal. Wer monatlich 50 Euro investiert, erhält also nach einem Vierteljahrhundert 600 Euro von der Bank geschenkt. Der jährliche Basiszins beträgt aktuell nur 0,25 Prozent, was die Postbank auf ihren Internetseiten als „attraktive Grundverzinsung“ bezeichnet. Da es im ersten Sparjahr keinen Bonus gibt, beträgt die Verzinsung des eingezahlten Geldes lediglich 0,25 Prozent. Im 2. Sparjahr spendiert die Postbank 1.0 Prozent Bonus, in unserem Beispiel also sechs Euro. Damit liegt die Rendite im 2. Sparjahr nur unwesentlich über 0,25 Prozent. Unterm Strich erzielt unser Beispielanleger nach 25 Jahren eine Endrendite von 2,92 Prozent.
Topzins: Viele
Tagesgeldkonten werben mit hohen Topzinsen. Doch für was oder wie lange gibt es diesen Zins? In vielen Fällen belohnt die Bank den Anleger nur, wenn er ein neues Tagesgeldkonto eröffnet, frisches Geld zur Bank überweist oder Wertpapiere überträgt. In der Regel gibt es solche Lockzinsen nur für kurze Zeit oder nur für einen bestimmten Anlagebetrag. Beispiel
Cortal Consors. Die Direktbank bietet attraktive 3,5 Zinsen immerhin für ein ganzes Jahr. Bedingung: Kunden müssen Wertpapiere für mindestens 6.000 Euro neu kaufen oder zu Consors übertragen, außerdem gibt es die 3,5 Prozent nur für Beträge bis 25.000 Euro.