Spätestens seit der letzten Zinsrunde der Europäische Zentralbank (EZB), bei der die obersten europäischen Währungshüter Anfang März den Basissatz bei 1,0 Prozent beließen, hatten viele Sparer ihre Hoffung auf eine baldige Zinswende vorerst begraben. Doch es kam anders: Einige Geldhäuser hoben – entgegen der derzeitigen Zinsflaute auf den Kapitalmärkten – ihre Sparzinsen für Tages- und Festgelder sogar an.
Jüngste Beispiele sind etwa die die Hypovereinsbank, die Credit Europe-Bank sowie die Santander Consumer-Bank. Erstere erhöhte gestern die Sparbriefkonditionen für zwei Jahre von 0.95 Prozent auf 1,05 Prozent, zwei- bzw. dreijährige Sparbriefe kletterten von 1,50 / 1,90 Prozent auf 1,60 / 2,00 Prozent.
Credit Europe bietet seit kurzem für das dreijährige Festgeld gleich um einen halben Prozentpunkt mehr. Statt 2,50 Prozent sind es nunmehr glatte 3,00 Prozent Zinsen jährlich. Das Angebot gilt für alle Einlagen bis zum 30.4.2010. Und auch Santander erhöhte zum 1. April ihre Sparbriefkonditionen um bis zu 0,40 Prozentpunkte für Laufzeiten ab drei Jahren. Wer Gelder hier beispielsweise für drei Jahre fest bindet, erhält neuerdings 3,33 statt 3,0 Prozent, bei vier Jahren stieg der Zinssatz von 3,1 Prozent auf 3,5 Prozent.
Ebenfalls zum 1.4. hat die
Von-Essen-Bank höhere Festgeldkonditionen angekündigt. Hier wird es für die Laufzeiten ein und zwei Jahre um bis zu 0,25 Prozentpunkte mehr geben, je nach Einlagenhöhe: Die Zinssätze für ein Jahr steigen auf 1,25 bzw. 1,5 Prozent (ab 5.000/10.000 Euro), für zwei Jahre ab den gleichen Anlagesummen auf 2,0 bzw. 2,25 Prozent.