Fazit: Hoher Zins muss nicht automatisch weniger Sicherheit bedeuten. Gerade Kunden, die höhere Einlagen auf Tagesgeldkonten planen, sollten aber neben dem gebotenen Zinssatz auch die Sicherungsgrenzen der jeweiligen Anbieter genau beachten. Denn Sparer, die sich mit dem meist geringeren gesetzlichen Schutz aus dem Ausland zufrieden geben, müssen ihr Geld im Falle einer Bankenpleite in dem Rechtssystem durchsetzen, in dem die Bank an die Einlagensicherung angeschlossen ist.
Aber auch Kunden der deutschen Noa Bank gingen teilweise leer aus. Die Bank war lediglich Mitglied in der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), jedoch nicht im „Feuerwehrfonds“ des Bundesverbands deutscher Banken. Demnach waren auch Tagesgeldeinlagen nur bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Kunden geschützt. Anleger, die diese Grenze missachtet haben, stehen im Regen. Auf den im Kontext der Finanzmarktkrise im Oktober 2008 initiierten „Merkel-Schirm“ können sie nämlich nicht zählen.