Starre Sparregeln und unflexible Raten, wie sie bei vielen Altersvorsorge-Verträgen bestehen, können sich bei Engpässen als nachteilig erweisen. Im Ernstfall können Anleger ihre Raten nicht verringern oder nur mit Verlusten in andere Geldanlagen umschichten. Zudem berücksichtigen viele Vorsorgeverträge nur unzureichend bestehende Inflationsgefahren. Sparpläne auf Tagesgeldkonten sind dagegen viel beweglicher und erlauben –
bei Topanbietern – attraktive Zinsgewinne. „Mit vielen kleinen, regelmäßig eingezahlten Sparraten lässt sich über Jahre ein stattliches Vermögen aufbauen“, sagt Thomas Bieler, Finanzexperte von der ING-Diba.
Eine wesentliche Rolle beim Sparen spielt der Zinseszinseffekt. Er wirkt umso stärker, je länger der Sparplan läuft. Wer Monat für Monat 100 Euro auf ein mit 2,50 Prozent verzinstes
Tagesgeldkonto überweist, der hat nach zehn Jahren insgesamt 13.626 Euro angespart – davon entfallen 1.626 Euro auf Zinsen und Zinseszinsen. Wer dagegen nur fünf Jahre bei der Stange bleibt, der erreicht nicht etwa die Hälfte des Betrag (6.813 Euro), sondern nur 6.393 Euro. „Zinssparer sollten früh anfangen und möglichst lange am Ball bleiben“, so Bieler. Die jeweils zum Jahresende gutgeschriebenen Zinsen werden im nächsten Sparjahr mit verzinst und puschen so im Lauf der Zeit den Gewinn.