
Wann kommt Bewegung in den Tagesgeldmarkt?
Mit dem Start der beiden neuen Tagesgeldanbieter GE Capital Direkt und Ikano keimt neue Hoffnung auf steigende Zinsen beim Tagesgeld. Bislang drehte nur die Bank of Scotland an der Zinsschraube, um Anschluss an den neuen Spitzensatz von 2,25 Prozent zu halten.
Seit Mitte Juli bereichern zwei neue Banken den Tagesgeldmarkt in Deutschland. Die GE Capital Direkt erreicht dabei mit 2,25 Prozent aktuell den höchsten Zinssatz bundesweit. Neuanbieter Nummer zwei – die zum schwedischen Ikea-Konzern gehörende Ikano-Bank – liegt mit 2,22 Prozent nur hauchdünn dahinter.
Doch es gibt Unterschiede bei beiden Anbietern: GE Capital Direkt gehört als Teil der in Mainz ansässigen GE Capital Bank AG dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken (BdB) an. Hierüber sind Guthaben bis zu einer Höhe von rund 118 Millionen Euro pro Kunde geschützt. Die Einlagenhöhe ist nicht begrenzt, zudem werden Tagesgeldeinlagen hier quartalsweise verzinst. Bei der Ikano-Bank erfolgt die Zinsgutschrift nur einmal jährlich, Sparer können maximal 100.000 Euro anlegen. Und: Gemäß den Bestimmungen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes sind hier „nur“ bis zu 50.000 Euro je Kontoinhaber abgesichert. Für viele Anleger dürfte auch das reichen, denn die durchschnittliche Anlagesumme bei Tagesgeld liegt in der Regel zwischen 10.000 und 15.000 Euro.