Da die Zurückweisung frischen Geldes auch für Bestandskunden galt, handelte die Bank
nach Recherchen von biallo.de damit gegen ihre eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die einen solchen Schritt erst nach einer zwei Monate vorher angekündigten Änderung der AGB hätte gehen dürfen.
Zehn Millionen Euro Eigenkapital zu wenig?
Das Moratorium hängt also statt des zu raschen Wachstums, wie es die Bank bislang verbreitet hat, mit einer zu geringen Eigenkapitalausstattung der Noa Bank zusammen. Es soll sich um eine Summe von rund zehn Millionen Euro handeln.
Daher habe die Bafin am 24. Juni entschieden, dass die Noa Bank keine Einlagen mehr annehmen und keine Kredite mehr vergeben dürfe. Bankgründer Francois Josic ist nach eigenen Angaben von der Bafin aufgefordert worden, die Eigenkapitalquote der Noa Bank kurzfristig zunächst um zwei Millionen Euro zu erhöhen. Dies bestätigt er in seinem Internetblog, der bislang offenbar der einzige Kommunikationsweg ist, für die Transparenz zu sorgen, die sich die neue Bank auf die Fahnen geschrieben hat.
Josic kündigte an, bis 26. Juli frisches Kapital von einem Investor zu erhalten, der Mittelzufluss wurde bislang aber noch nicht vermeldet. Die Bank hat für Mittwoch eine Mitteilung zu den Problemen angekündigt. Auf Anfrage von biallo.de teilte eine Sprecherin der Bank am Freitag mit, die Stellungnahme der Bank verzögere sich, da Jozic sich noch in Gesprächen mit Investoren befinde.