„Da sich die Rendite variabler Sparpläne an öffentlichen Referenzzinssätzen orientiert, etwa dem EZB-Leitzins, dem Drei-Monats-Euribor der Europäischen Zentralbank oder der Umlaufrendite öffentlicher Anleihen, führen Zinsanhebungen zwangsläufig zu Renditeverbesserungen“, sagt Georg Plötz von der Verbraucherzentrale Bayern. Steigt beispielsweise der Leitzins um zwei Prozent, legen Sparpläne, die sich an diesem Zinssatz orientieren, entsprechend ihres Beteiligungsverhältnisses zu. Sparpläne mit fester Verzinsung bieten diesen Vorzug nicht. Hier führt ein Einstieg im Zinstal zu Renditeverlusten, wenn der Marktzins steigt.
Wie bei variablen Sparplänen die Zinsen ermittelt werden
Ein Kritikpunkt ist die Bestimmung des Basiszinses. Geldinstitute legen oft wenig bekannte Zinssätze zugrunde und verwenden komplizierte Berechnungsformeln. Außerdem mindern Abschläge den Basiszins. Beispiel PSD Bank Köln: Die Verzinsung des Sparplans errechnet sich zu 25 Prozent aus dem Zinssatz des Zwei-Jahres-Swap, zu 35 Prozent aus dem des Drei-Jahres-Swap und zu 40 Prozent aus dem des Zehn-Jahres-Swap. Der ermittelte Wert multipliziert mit 0,56 ergibt den Vertragszins – aktuell errechnet sich daraus ein Basiszins von mageren 0,9 Prozent - nicht einmal die Hälfte der momentanen Inflationsrate. „Anleger sollten verschiedene Angebote prüfen und Sparpläne mit vergleichsweise hohem Grundzins bevorzugen“ rät Verbraucherschützer Plötz. Dadurch stimme die Rendite bereits in den Anfangsjahren und ein vorzeitiger Ausstieg beschert keine Zinsverluste. Beispiele hierfür sind die Sparkasse Spree-Neisse mit 2,0 Prozent Basiszins oder die
PSD Bank München mit 1,9 Prozent.