Über die Ursache der Kursflaute gehen die Meinungen auseinander: „Die einen sehen lediglich eine Korrektur, die der Ausgangspunkt zu neuen Höchstkursen sein kann, die anderen
befürchten das Platzen der vielleicht größten Blase der Welt“, berichtet Lackamp. Auf jeden Fall sei das Verharren des Goldpreises in einer Krisensituation ungewöhnlich. „Es scheint, als ob Gold an Glanz einbüßt“, orakelt der Vermögensexperte. Investoren würden inzwischen aus fast allen Anlageklassen flüchten und einzig „Cash“ als sicheren Anlagehafen betrachten.
Die Unsicherheit über den weiteren Preisverlauf
des Edelmetalls nehmen also zu. Außerdem müssen Gold-Anleger auf laufende Erträge ihres angelegten Kapitals verzichten, da Gold keine Zinsen zahlt. Lackamp ist angesichts der Entwicklung an den Kapitalmärkten vorsichtig und rät zu hoher Diversifikation des Vermögens: „Bedenkt man, dass die Aktienmärkte manchmal Tagesschwankungen erleben, deren Höhe früher fast der gesamten Entwicklung eines Börsenjahres entsprach, und dass festverzinsliche Wertpapiere mit der Finanzkrise ebenfalls in heftige Kursturbulenzen geraten sind, kann die Devise nur heißen: streuen, streuen, streuen!“ Einzig die Verteilung des Risikos auf eine möglichst breite Anzahl von Anlagen könne helfen, sich den extremen Ausschlägen der Kapitalmärkte zu entziehen. Lackamps Fazit: „Die Illusion eines sicheren Hafens – seien es nun Staatsanleihen oder Gold – sollten Anleger angesichts der täglichen Überraschungen schnell ad acta legen!“