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27.10.2011 11:08

Weltspartag 2011 Euro-Schuldenkrise hält Deutsche nicht vom Sparen ab

von Brigitte Watermann Autor
Die Deutschen nutzen ihre vielfach verbesserte Einkommenssituation, um mehr zu sparen. So ist die Sparquote – sie gibt das Verhältnis von Sparsumme und verfügbarem Einkommen wieder – im Jahr 2010 um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gestiegen, im Jahr 2009 war sie noch um 0,6 Prozentpunkte gesunken. Das berichtet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner Studie zum Weltspartag am 28. Oktober 2011.
Weltspartag 2011 Euro-Schuldenkrise hält Deutsche nicht vom Sparen ab Finanzportal Biallo.de
Die privaten Haushalte verfügten 2010 über eigene Anlagemittel in Höhe von 194,5 Milliarden Euro
Nach Untersuchungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) lag die Sparquote sogar bei 11,4 Prozent. Der Weltspartag ist für einige Bankenverbände und Finanzinstitute ein Anlass, Studien zum Sparverhalten der Deutschen zu präsentieren, so auch in diesem Jahr.

Trotz Krisenstimmung kein verändertes Sparverhalten 2011

Für 2011 und die Zukunft gehen die Experten von einer konstanten bis leicht sinkenden Sparquote aus. „Trotz der wieder zugenommenen wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Euro-Schuldenkrise gehe ich davon aus, dass es in Deutschland nicht zu einem Angstsparen kommt“, glaubt Andreas Martin, Mitglied des BVR-Vorstands. „Die ökonomischen Rahmenbedingungen bleiben in Deutschland stabil, insbesondere der robuste Arbeitsmarkt spricht nicht für gravierende Veränderungen im Sparverhalten.“

Daher rechnet der BVR für 2011 mit einer minimal niedrigeren Sparquote in Höhe von 11,2 Prozent. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband geht für 2011 und 2012 sogar von einer stabilen Sparquote aus. Bei der Postbank ist man etwas pessimistischer: Sie erwartet 11,1 Prozent für 2011 und 10,5 Prozent für 2012. Der Grund: Es zeichne sich ab, dass die Inflationsrate überdurchschnittlich hoch ausfallen dürfte – folglich würde ein Teil des verfügbaren Einkommens durch steigende Preise aufgezehrt und weniger Geld könnte gespart werden.
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Zumindest derzeit wirken sich die Schuldenkrise in Europa und die Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht sonderlich auf das Sparverhalten der meisten Deutschen aus, wie eine repräsentative Emnid-Studie im Auftrag der Postbank zum Weltspartag zeigt. Achtzig Prozent der deutschen Sparer haben ihre Gewohnheiten nicht geändert. Nur acht Prozent der Deutschen legen jetzt mehr Geld zurück, sechs Prozent sparen angesichts der aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten weniger und weitere sechs Prozent sogar gar nichts mehr.

Knapp 195 Milliarden Euro auf der hohen Kante

Vor allem Dank ihrer Sparsamkeit verfügten die privaten Haushalte 2010 über eigene Anlagemittel in Höhe von 194,5 Milliarden Euro, wie der BVR vorrechnet. Zählt man noch die aufgenommenen Kredite in Höhe von 4,9 Milliarden Euro hinzu, standen den Bundesbürgern insgesamt 199,4 Milliarden Euro für die Sach- und Geldvermögensbildung zur Verfügung. Rund 46 Milliarden davon – rund zehn Milliarden mehr als im Vorjahr - flossen in den sich deutlich belebenden Immobilienmarkt sowie in Sachinvestitionen. Übrig blieben Mittel für Finanzanlagen im Wert von 153,7 Milliarden Euro. Das waren 6,8 Milliarden Euro mehr als 2009.

Mehr als die Hälfte dieser Summe, nämlich knapp 76 Milliarden Euro, flossen in Sichtguthaben bei Banken. Hauptgrund hierfür dürfte nach Meinung des BVR das niedrige Zinsniveau gewesen sein. Auch in Sparanlagen floss mehr Geld. Termineinlagen mussten abermals Abflüsse hinnehmen, ebenso Sparbriefe. Nachdem die Bundesbürger ihre Mittel aus Investmentfonds in jedem Jahr seit 2006 abgezogen hatten, verzeichnete diese Anlageklasse 2010 ein Plus von zehn Milliarden Euro. Auch bei Aktien und sonstigen Anteilsrechten war der Zufluss das zweite Jahr in Folge positiv. Nach 20,4 Milliarden Euro in 2009 flossen nunmehr 18,9 Milliarden Euro an neuen Mitteln zu. Bei Rentenpapieren hielt der Negativtrend an. Per Saldo zogen die Bundesbürger 11,2 Milliarden Euro ab. Versicherungen verzeichneten mit 70,8 Milliarden Euro einen ähnlich hohen Zufluss wie 2009.
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Weltspartag 2011
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Leserkommentare
28.10.2011 10:29 Uhr - von betroffen
Wo ist meine vielfach verbesserte Einkommenssituation?
Frau Waterman erwähnt hier eine "vielfach verbesserte Einkommenssituation". Habe ich da was verpasst? Haben die Reallöhne da einen Sprung getan, ohne das ich es bemerkt hätte. Auch wenns dort oben im Artikel steht - ich glaube nicht, dass es stimmt. Ich denke 2010 war ein ganz anderes Jahr als 2011 es sein wird. Auch der Ausdruck Angstsparen erscheint mir zur Zeit völlig fehl am Platz. Wer die Möglichkeit hat, wandelt seine Aktiva in Passiva um. Ein neues Auto, Einrichtung, Wohnung, Haus - so siehts aus im Moment. Ausserdem behaupte ich, dass Bargeld zuhause mindestens doppelt so viel vorhanden ist, als noch 2010. -Und warum das so ist, ja das liest man seit Wochen in der Tageszeitung. Meine Prognose: Die Sparquote 2011 wird wesentlich stärker sinken als hier vermutet !
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