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09.01.2012 16:19

Zinssparen in der Krise

Der Anlagemix macht's

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Die Finanzkrise veranlasst deutsche Sparer, verstärkt auf Sicherheit zu setzen. Laut einer Forsa-Umfrage bevorzugt jeder Dritte inzwischen verzinste Bankprodukte. Besonders hoch im Kurs: Tages- und Festgelder. Wo trotz Euro-Krise und sinkender Konjunkturdaten gute Zinsen winken.
Zinssparen in der Krise
In der Finanzkrise kein Geld verloren? Schwein gehabt
Die Renditen für langfristige Termingelder sind bereits seit Monaten rückläufig, jetzt hat der Abwärtstrend mittelfristige Festgelder und Sparbriefe erfasst. Laut Biallo-Index sank die Durchschnittsverzinsung für dreijährige Festgelder seit Sommer letzten Jahres um 0,4 Prozentpunkte und erreicht nur noch 2,19 Prozent. Welche Anlagestrategie verhindert rückläufige Renditen?

Flexibel anlegen


„Anleger sollten für verschiedene Szenarien gewappnet sein“, rät Christoph Hommel von der Verbraucherzentrale Nürnberg. Da die Zinsentwicklung nur schwer vorhersehbar ist, sei Flexibilität wichtig. Der Geldexperte empfiehlt eine Kombination aus kurz- und mittelfristigen Termingeldern: „Ein Viertel auf Tagesgeld, die restlichen 75 Prozent gleichmäßig auf ein-, zwei, und dreijährige Festgelder verteilen.“ Dadurch werde jedes Jahr aufs Neue Geld frei, das man bestmöglich wieder anlegen könne. Von langen Laufzeiten rät der Verbraucherschützer trotz meist höherer Verzinsung ab, weil Anleger dann gebunden sind und bei steigenden Inflationsraten nicht von besseren Konditionen profitieren können.
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Satte Rendite sichern

Dreijährige Festgelder bieten im Vergleich zu anderen Festgeld-Laufzeiten noch vergleichsweise attraktive Renten. So schreibt bei deutscher Einlagensicherung die IKB vier Prozent Zinsen jährlich gut, bei der ABC Bank gibt es 3,8 Prozent und bei der Isbank 3,75 Prozent. Die Erträge liegen deutlich über der aktuellen Inflationsrate von 2,40 Prozent. Wer Beträge bis maximal 100.000 Euro anlegen möchte, der finden gut verzinste Angebote im Rahmen der Europäischen Einlagensicherung auch bei ausländischen Banken. So verzinst die Bank of Scotland dreijährige Festgelder aktuell mit 4,0 Prozent und die Denizbank mit 3,85 Prozent.

Bei zweijähriger Anlagedauer winken Renditen deutlich über drei Prozent, etwa bei der Bank of Scotland und der Isbank mit je 3,50 Prozent Zinsen oder der Amsterdam Trade Bank mit 3,45 Prozent. Für zwölfmonatiges Festgeld können Sparer mit knapp über drei Prozent Zinsen rechnen, etwa bei der Denizbank mit 3,15 Prozent, der Bank 11 mit 3,11 Prozent oder der IKB Bank mit 3,10 Prozent. Variable Tagesgeldkonten reichen vereinzelt fast an drei Prozent heran, etwa bei Moneyou mit 2,75 Prozent. Unter dem Strich ermöglicht der Laufzeiten-Mix bei Top-Anbietern eine Rendite von über drei Prozent.

Vorsicht Fallstricke

Damit die erhoffte Rendite Realität wird, sollten Sparer die Nebenbedingungen beachten. „Im Gegensatz zu Festgeldern zahlen viele Tagesgeldanbieter hohe Lockzinsen nur für Neukunden“, bemängelt Hommel. Bestandskunden müssten sich häufig mit weniger Zinsen zufrieden geben. Einige Instititute staffeln die Zinsen in Abhängigkeit vom Anlagebetrag. In Krisenzeiten hat Kapitalsicherheit Priorität. Bei großen Beträgen sollten Sparer auf deutsche Einlagensicherung achten. Dann sind neben 100.000 Euro gesetzlicher Absicherung die Einlagen über den Einlagensicherungsfonds oft zusätzlich in Millionenhöhe abgesichert.
Gesamten Vergleich anzeigenTagesgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Monate
  Tagesgeld-Anbieter Zinssatz Zins-
ertrag
Einlagen-
sicherung
 
1
Cortal-Consors
2,60%   65 € 100% 
2
MoneYou
2,55% 64 € 100% 
3
Bank of Scotland
2,40% 60 € 100% 
4
Audi-Bank direct
2,30%   58 € 100% 
  Volkswagen-Bank direct
2,30%   58 € 100% 
Datenstand: 21.05.2012
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
 französische Einlagensicherung, Rest über BdB
 nur für Neukunden
 britische Einlagensicherung, Rest über BdB
 deutsche Einlagensicherung
 europäische Einlagensicherung
 Online-Konditionen
Um Renditeeinbußen zu vermeiden, sollte man sich vor dem Abschluss des Festgeldvertrags informieren, was nach Sparende mit dem Geld geschieht. Manche Banken legen es automatisch für die gleiche Zeitspanne zu den dann gültigen Konditionen wieder an, andere überweisen es auf das unverzinste Girokonto. In beiden Fällen lauern Zinsverluste. Ärger ist programmiert, wenn Bankkunden ihr Erspartes dringend benötigen, die Bank es aber erneut fest angelegt hat. Termingelder schließen eine vorzeitige Kündigung aus.

Tipp: Vereinbaren Sie bereits bei Vertragsabschluss, was am Laufzeitende mit dem Geld geschehen soll.

Kosten und Steuern

Tages- und Festgelder sowie Sparbriefe sind gebührenfrei. Guthabenzinsen werden jährlich ausgeschüttet oder sammeln sich bis Sparende an. Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidarzuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dank des Sparerpauschbetrags bleiben 801 Euro pro Person und Jahr von der Abgeltungsteuer verschont.

Tipp: Clevere Sparer verlagern Zinszahlungen auf Zeitpunkte, an denen kaum anderweitige Kapitalerträge anfallen.

Wollen Sie mehr wissen? In unserem Dossier informieren wir unter anderem über diese Themen:


Kombinierte Anlagestrategie
  • Anlagestrategie erfordert Finger-spitzengefühl
  • Flexibel durch Anlagemix
  • Topzins-Angebote
Nebenbedingungen beim Festgeld
  • Mindestanlage
  • Höchstanlage
  • Monatliche Zinszahlung
  • Fußangel: Laufzeitende
  • Vorzeitige Kündigung
  • Einlagensicherung
  • Abgeltungsteuer
Fallstricke beim Tagesgeld
  • Neukunden oder frisches Geld?
  • Mindesteinlage
  • Höchstbeträge
  • Zinsstaffel
  • Zinsgarantien
  • Kontoführung und Referenzkonto
  • Kündigung
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Festgeld Konditionen

1 MoneYou
2,95 %
2 VTB Direktbank
2,80 %
3 Deniz-Bank
2,70 %
4 Bank of Scotland
2,60 %
5 Grenke Bank
2,50 %
Laufzeit:12 Monate; Betrag 10.000 Euro

Tagesgeld Konditionen

1 Cortal-Consors
2,60 %
2 MoneYou
2,55 %
3 Bank of Scotland
2,40 %
4 Audi Bank direct
2,30 %
5 Volkswagen-Bank direct
2,30 %
Laufzeit:3 Monate; Betrag 10.000 Euro

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