An der derzeitigen Gemengelage wird sich bis auf Weiteres kaum etwas ändern. Die Europäische Zentralbank hält an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Banken können sich bei der EZB unbegrenzt Liquidität zu extrem günstigen Konditionen leihen. Trotz der berechtigten Sorge vor neuen Finanzexzessen und der auf lange Sicht steigenden Inflationsgefahr werden die Notenbanker den Leitzins frühestens in der zweiten Jahreshälfte erhöhen.
Nun nimmt die Notenbank nur indirekt Einfluss auf die Kapitalmarktzinsen. Hier entscheiden maßgeblich die Inflationserwartungen der Anleger. Doch auch die bleiben bei dem Auf und Ab der Konjunktur trotz wachsender Schuldenberge der EU-Staaten vorläufig niedrig.
Baugeld langfristig sichern
Das wird sich erst ändern, wenn die Bestätigung kommt, dass Europas Wirtschaft wirklich aus dem Schlimmsten heraus ist. Eigenheimer profitieren bis dahin von einem attraktiven Zinsniveau. Sie sollten deshalb die günstigen Konditionen für langfristige Finanzierungen über 15 oder gar 20 Jahre nutzen. Das schafft Planungssicherheit und reduziert das Finanzrisiko höherer Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung. Trotzdem bleiben Eigenheimer flexibel – in Deutschland können Immobilienkredite nach zehn Jahren Laufzeit vom Kunden gekündigt werden.
Zinstrend
kurzfristig: stabil
mittelfristig: steigend
langfristig: steigend