Laut einer Umfrage der Marktforschung Infas TTR verlängern vier von zehn Anschlussfinanzierer blind das Erstdarlehen bei ihrer bisherigen Bank. Zumeist ein Fehler, denn oft finden sich Konkurrenzangebote zu deutlich besseren Konditionenam am Markt. Bereits kleine Konditionsunterschiede beim Folgekredit können zu erheblichen Mehrkosten führen. Wie lässt sich gegensteuern?
1. Anschluss nicht verpassen
Läuft die Erstfinanzierung über zehn oder 15 Jahre, kann man den Termin für den Folgekredit aus den Augen verlieren. Steht der Eigentümer unter Zeitdruck suchen nicht wenige Banken nach ihrem Vorteil. „Wer zu spät dran ist, kann nicht ausgiebig vergleichen und muss am Ende häufig schlechtere Kreditangebote der Hausbank in Kauf nehmen“, sagt Franz Lücke, Abteilungsleiter Baufinanzierung bei der
ING-Diba. Sein Rat: Eigentümer sollten spätestens drei Jahre vor Auslaufen der Zinsbindung beginnen, die Bauzinsen zu beobachten. Zwölf bis sechs Monate vor Kreditende sind konkrete Vergleichsangebote einzuholen. Tipp: Bei historisch niedrigen Zinsen wie derzeit lohnt der vorausschauende Abschluss eines Forwarddarlehens. Damit kann man sich das aktuelle Zinsniveau bis zu 60 Monate im Voraus sichern.