Die Situation an den Immobilienmärkten ist allerdings nicht einheitlich. Die Experten der Deutschen Bank ermittelten für die Berechung des Erschwinglichkeitsindex unterschiedliche Grundwerte: So kostete eine mittlere Neubauwohnung in Deutschland im Jahr 2008 etwa 2.200 Euro pro Quadratmeter. In Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) wurden jedoch nur rund 1.300 Euro je Quadratmeter veranschlagt, in München waren es mit 3.750 Euro fast dreimal so viel.
Investoren müssen diese regionalen Unterschiede in ihre Kalkulation einbeziehen. Zwar ist auch das Durchschnittseinkommen in den genannten Beispielregionen recht unterschiedlich. Dies gilt aber in erster Linie für den Bereich der Privatwirtschaft. Im öffentlichen Sektor sind die Einkommensunterschiede deutlich geringer. Der Eigenheimerwerb dürfte einem städtischen Angestellten in München daher tendenziell schwieriger fallen als in Neubrandenburg. Allerdings genießen Angestellte im öffentlichen Dienst hohe Kündigungsbarrieren - nicht wenige Banken honorieren diese Sicherheit mit Zinsabschlägen.