
Mehr Haus fürs Geld - Einkommen sind in den letzten Jahren schneller gestiegen als Immobilienpreise
Immobilienerwerb ist günstig wie selten zuvor. Nicht, dass die Objektpreise stark gesunken wären, die verfügbaren Einkommen steigen schneller als die Eigenheimpreise und die Bauzinsen sind im Keller.
Die Deutsche Bank errechnet regelmäßig den sogenannten Erschwinglichkeitsindex für den Kauf von Immobilien. Laut jüngster Erhebung ist der Wert auf den zweitniedrigsten Stand seit 1975 gefallen. Ralph Müller, Leiter der Baufinanzierung, begründet die erfreuliche Entwicklung: „Weil die Einkommen stärker gestiegen sind als die Wohnungspreise und das aktuelle Zinsniveau niedrig ist, neigt sich die Waage zugunsten der Käufer.“
Der Erschwinglichkeitsindex einer Wohnung wird an Hand von drei Faktoren ermittelt: dem Einkommen, dem Immobilienpreis und dem Zinsniveau. Laut DB-Studie sind die Wohnungspreise in Deutschland seit 1975 um durchschnittlich 75 Prozent gestiegen. „Weil sich jedoch das Durchschnittseinkommen in der gleichen Zeit mehr als verdreifacht hat, haben Immobilienkäufer heute unterm Strich mehr freies Einkommen für den Immobilienerwerb zur Verfügung als früher“, erläutert Müller.