Kauf und Finanzierung sorgfältig planen
Wie das Bauwerk, so sollte auch die
Finanzierung solide aufgestellt sein. „Eigenkapital in Höhe von mindestens 20, besser 30 Prozent des Immobilienpreises sollte den Grundstock bilden“, rät der Finanzierungsexperte. Dabei gelte es, die Kaufnebenkosten wie Maklercourtage, Notargebühren und Grunderwerbsteuer aus Eigenmitteln zu bestreiten. Je nach Region belaufen sie sich auf 13 Prozent und mehr. Bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro summieren sich die Nebenkosten somit auf 32.500 Euro. „Die
Kreditbelastung sollte nicht mehr als 30 bis 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen“, erklärt Neuborn. Bei einem Monatsnetto von 2.500 Euro wären demnach maximal 1.000 Euro Kreditrate möglich. Dank der aktuellen Niedrigzinsen ließe sich damit immerhin ein Darlehen von bis zu 250.000 Euro mit zwei Prozent Anfangstilgung bedienen.
Die wichtigsten Kalkulationsgrundlagen für eine
erfolgreiche Finanzierung sind das dauerhaft zur Verfügung stehende Einkommen abzüglich Lebenshaltungskosten, Versicherungsprämien, laufende Gebühren, Wohnnebenkosten und Kreditverpflichtungen, Steuern (Grundsteuern) sowie die monatliche Darlehensrate für die Immobilie. Auch Rückstellungen für Neuanschaffungen (Auto, Fernseher, Computer etc.), für den Urlaub und für akute Notfälle sollten nicht vergessen werden. Nicht nur für das eigene Wohlbefinden, sondern auch für den Wertbestand der Immobilie und den Erlös bei einem möglichen Wiederverkauf sollte man auf eine bevorzugte Lage achten. „Gute Verkehrsanbindungen, attraktive Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie Schulen und Kindergärten im Wohnumfeld sichern den Immobilienwert“, weiß Neuborn.