Für den Eigenkapitaleinsatz bei der Baufinanzierung sind starre Regeln noch immer weit verbreitet. So lautet eine gängige Ansicht, dass man mindestens 40 Prozent des Immobilienkaufpreises aus eigener Tasche bezahlen sollte, weil man dann einen günstigen Zinssatz beim Hypothekendarlehen erhält. Schließlich vergeben Banken
Top-Zinssätze in der Regel bis maximal 60 Prozent Kreditanteil vom Kaufpreis.
Nach Angaben des
Kreditvermittlers Interhyp halten sich Immobilienkäufer aber immer seltener an solche Kreditregeln. Vielmehr wählen sie den Eigenkapitaleinsatz für die Finanzierung ihren Bedürfnissen entsprechend sehr individuell. Eine entsprechende Umfrage zeigt: 38 Prozent planen 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aus eigener Tasche beizusteuern. Ein Viertel der Befragten (27 Prozent) möchte
mehr als 40 Prozent des Kaufpreises in die Finanzierung investieren, während knapp zwölf Prozent nur die Kaufnebenkosten begleichen möchten. „Bei der Frage nach der richtigen Eigenkapitalhöhe gibt es keinen Königsweg“, sagt Michiel Goris, Vorstand der Interhyp AG. Die Antwort darauf sei so individuell wie jedes Bauvorhaben selbst. „Neben den verfügbaren Eigenmitteln spielen bei den Überlegungen das Zinsniveau und alternative Anlagemöglichkeiten eine große Rolle“, so Goris.