Ermittlung des Tilgungssatzes
Der Tilgungssatz ist auch davon abhängig, wie viel Monatsrate sich ein Kreditnehmer leisten kann. Die Monatsrate bei Hypothekendarlehen setzt sich zusammen aus der anfallenden Zinszahlung plus der gewählten Tilgung.
Beispiel: Beträgt der Zinssatz fünf Prozent, so fallen bei einem 100.000-Euro-Darlehen anfänglich jährliche Zinsen in Höhe von 5.000 Euro an, pro Monat also 416 Euro. Soll das Darlehen mit zwei Prozent im ersten Jahr zurückgeführt werden, kommen weitere 2.000 Euro Tilgungssumme dazu, pro Monat 166 Euro. Zusammen beträgt die Monatsrate in diesem Fall 582 Euro. Kann der Kreditnehmer sich eine höhere Monatsrate leisten, sollte er den Tilgungssatz erhöhen, zum Beispiel auf 2,5 oder 3,5 Prozent. Dadurch wird die Rate zwar teurer, aber Rückzahlgeschwindigkeit erhöht sich deutlich. Unterm Strich sind Kreditnehmer viel eher schuldenfrei und haben zusätzlich jede Menge Zinsen gespart. Baugeldexperte Oppel rät: „Bei Bauzinsen von unter fünf Prozent sollten Käufer eine höhere Anfangstilgung als ein Prozent wählen, sofern es die Haushaltskasse zulässt.“
Eckdaten der Immobilie bereit halten
Sind die Eckpunkte der Finanzierung geklärt, kann man sich an die Bank wenden und konkrete Angebote einholen. Allerdings sind dabei weitere Angaben von Nöten, etwa die Kosten der Immobilie, Alter, Art und Qualität des Objekts, die persönlichen Einkommensverhältnisse wie das verfügbare Eigenkapital. Dabei ist wiederum darauf zu achten, allen Banken gleiche Daten zu geben, damit die Angebote vergleichbar sind. „Dazu sollte das Kreditangebot den Darlehensbetrag, Auszahlungskurs, Bearbeitungsgebühr, Nominal- und Effektivzins, Zinsbindung, Tilgungssatz, Sondertilgungsrechte sowie den monatlichen Ratenbetrag enthalten“ berichtet Franz Lücke, Ressortleiter Baufinanzierung bei der ING-DiBa. Nur so sei ein aussagekräftiger Effektivzinsvergleich möglich. Außerdem wichtig: Die Angabe sämtlicher Nebenkosten, etwa Schätzkosten oder Bereitstellungszinsen.
Auswahlkriterien für das beste Kreditangebot
Oberstes Auswahlkriterium ist der Effektivzins. „Der niedrigste anfängliche effektive Jahreszins steht zunächst für das beste Angebot“, erklärt Lücke. Zusätzlich anfallende Nebenkosten können die Rangfolge aber noch verändern. Grund: Die Geldinstitute müssen verschiedene Posten nicht in den Effektivzins einrechnen, etwa Schätzkosten. Lücke gibt folgende Faustformel: Bei einem 100.000-Euro-Kredit mit zehnjähriger Zinsbindung erhöhen 500 Euro Nebenkosten den Effektivzins um rund 0,1 Prozent. „Erst wenn alle Kosten in den Effektivzins einfließen, ist der Zinssatz wirklich vergleichbar“, rät der Baugeldexperte.
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Baufinanzierungs-Rechner.