Hintergrund: Beim Mietkauf schließen Käufer und Verkäufer zwei Verträge ab: einen Miet- und einen Kaufvertrag. Der Käufer zieht zunächst für einen bestimmten Zeitraum – oft zehn bis 15 Jahre – in die Immobilie ein und verpflichtet sich, das Objekt später zu kaufen. Der Kaufpreis liegt von vornherein fest. Je nach Vertragsmodell werden die Mietzahlungen ganz oder teilweise auf den Kaufpreis angerechnet, ein Restbetrag bleibt offen.
Mietkauf oft teurer als Darlehen
Immobilienexperte Robert Anzenberger, Chef des Immobilienvermittlers PlanetHome, mahnt allerdings zur Vorsicht: „Mietkauf hört sich zunächst gut an, im Endeffekt kommt er aber oft teurer als ein herkömmliches Immobiliendarlehen.“ Die Erfahrung zeige, dass Käufer während der Mietphase nicht nur die Miete zahlen, sondern gleichzeitig Kapital ansparen müssen für den anschließenden Kauf – eine doppelte Belastung. Außerdem werde oft nur ein Teil der gezahlten Miete auf den späteren Kaufpreis angerechnet, so dass noch ein relativ großer Restkaufpreis offen bleibt.