Selten war es so preiswert wie heute, eine Immobilie zu finanzieren.
Standardfinanzierungen mit zehnjähriger Zinsbindung sind für weniger als drei Prozent Effektivzins möglich, etwa bei der PSD Bank Rhein Neckar Saar, BB-Bank, der
Deutschen Bank oder
Comdirect. Wer eine Baufinanzierung abschließen möchte, hat dabei die Wahl: Ein klassisches Annuitätendarlehen läuft meist 20 Jahre und länger, bietet aber nur begrenzte Zinsbindungssicherheit. In der Regel wird der Zinssatz für zehn Jahre fest vereinbart, die
Finanzierung der Restschuld kann teurer oder billiger werden – das Risiko trägt der Käufer. Höhere Planungssicherheit bieten dagegen Volltilgerdarlehen. Hier wird der Zins über die gesamte, meist kürzere Laufzeit fest vereinbart. Immobilienkäufer profitieren so von langfristig kalkulierbaren Monatsraten und schützen sich vor steigenden Zinsen in der Zukunft.
Hohe Einsparung möglich
Volltilgerdarlehen, auch Komplettdarlehen genannt, sind derzeit sehr beliebt. Jens Wohlfahrt, Baufinanzierungsexperte von der Deutschen Bank, erläutert den Grund: „Volltilgerdarlehen sind sehr attraktiv. Je kürzer die Laufzeit, umso niedriger die monatliche Belastung. Bei hoher Tilgungsleistung gewähren viele Kreditinstitute deutliche Zinsrabatte.“ Dabei zeichnet sich ab, dass nicht nur Eigenheimkäufer mit gutem Einkommen hohe Tilgungsleistungen verkraften können. Das anhaltend niedrige Zinsniveau ermöglicht auch Haushalten mit mittlerem Einkommen eine zügige Kreditrückführung. Dabei profitieren Volltilger von der Faustregel: Je höher die Tilgungsleistung, desto schneller die Schuldentilgung und desto günstiger der Zinssatz. „Mit Komplettdarlehen sind Einsparungen von vielen Tausend Euro gegenüber einem herkömmlichen Darlehen möglich“, erklärt Wohlfahrt.