Rentenplus individuell errechnen
Wie hoch der eigene Vorteil konkret ausfallen kann, zeigt ein speziell entwickelter
Eigenheim-Renten-Rechner der Landesbausparkassen. Der Rechner kalkuliert anhand individueller Daten der Internet-Nutzer in wenigen Schritten, wie viel mehr an Rente im Alter mit dem eigenen Heim zur Verfügung steht, weil man mietfrei wohnt, und auf welchen Betrag sich die Riester-Förderung summiert. Eine Auswertung aus über 30.000 Berechnungen ergab, dass Erwerber mit Wohnriester eine durchschnittliche Netto-Entlastung von rund 1.200 Euro pro Monat erwarten dürfen. „Netto heißt: die nachgelagerte Steuer für den
Wohn-Riester-Vertrag und die regelmäßigen Instandhaltungskosten sind schon abgezogen“, erläutert der LBS-Chef. Konkret ergab sich, dass Wohn-Riester-Käufer im Rentenalter durchschnittlich 1.481 Euro als monatlichen Geldvorteil erwarten können. Demgegenüber steht eine nachgelagerte Besteuerung von durchschnittlich 79 Euro pro Monat. Berücksichtigt man für laufende Reparaturen und Instandhaltung weitere 200 Euro monatlich, verbleibt unterm Strich ein Nettovorteil von etwa 1.200 Euro.
Dabei ist die Riester-Förderung für Kaufinteressenten eine wichtige Hilfe. Die Auswertung der LBS-Daten – darunter knapp 45 Prozent Singles – zeigt, dass sich die durchschnittliche Riester-Förderung während der Spar- und Darlehensphase auf insgesamt 34.000 Euro summiert. „Die Fördergelder senken die Finanzierungsbelastung oder verkürzen die Darlehenslaufzeit“ betont Hamm. Außerdem habe der Eigentumserwerb mit staatlicher Unterstützung eine hohe Multiplikator-Wirkung.
Wer Wohneigentum anstrebt, der spare in aller Regel mehr als nur die Mindest-Beträge, die im Rahmen der Riester-Förderung nötig sind. „Studien belegen, dass Wohneigentümer bei gleicher Einkommenssituation einerseits über das Immobilienvermögen verfügen und außerdem noch über mehr Geldvermögen als vergleichbare Mieterhaushalte“, so Hamm.
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