Bei den deutschen Sparkassen und Landesbanken läuft das Kartenupdate ein wenig anders: Dort werden ab Anfang Februar die betroffenen Sparkassencards und auch Kreditkarten durch ein Update an besonders gesicherten Terminals in vielen Geschäftsstellen kostenlos neu konfiguriert, so dass die Karten wieder überall im In- und Ausland fehlerfrei eingesetzt werden können. Servicemitarbeiter in den Filialen nehmen das Update vor. Hierfür stehen rund 5.000 Terminals zur Verfügung. Ab Mitte Februar ist das Update dann auch zusätzlich an allen 25.700 Geldautomaten der Sparkassen und Landesbanken möglich. Erst ab März können auch die Kreditkarten an allen Geldautomaten repariert werden.
Bei Auslandsaufenthalten Mehrkosten dokumentieren
Kunden, die kurzfristig ins Ausland müssen und bis dahin keine aktualisierte Karten haben, sind gut beraten, etwaige Mehrkosten bei der Bargeldbeschaffung gut zu dokumentieren. Die Institute haben zugesichert, dass die Kunden nicht auf den Mehrkosten sitzen bleiben sollen.
Von der fehlerhaften Software seit Jahresbeginn waren knapp 30 Millionen Karten in Deutschland betroffen, davon mehr als 26,5 Millionen EC- und knapp 3,5 Millionen Kreditkarten. Hauptleidtragende sind die Kunden von Sparkassen und Landesbanken mit rund 20 Millionen defekten Karten. Rund 15 Prozent aller Kunden der Genossenschaftsbanken haben Probleme mit ihren EC-Karten, die Kreditkarten waren nicht von der Panne betroffen. Bei mehr als der Hälfte der Genossenschaftsbanken funktionierten die Zahlungskarten aber die ganze Zeit über störungsfrei.