Seit dem Jahreswechsel kommt es noch immer zu gravierenden Einschränkungen im Zahlungsverkehr mit EC-Karten und Kreditkarten in Deutschland und im Ausland. Während das Geldabheben im Inland mit der EC-Karte, nicht aber mit allen Kreditkarten, wieder nahezu reibungslos klappt, gibt es weiterhin Problem beim Bezahlen im Handel sowie im Ausland.
Die Bankkunden der verschiedenen Institutsgruppen sind davon unterschiedlich betroffen. Hauptleidtragende sind die Kunden von Sparkassen und Landesbanken: Hier funktionieren rund 20 Millionen der rund 45 Millionen ausgegebenen EC-Karten sowie rund 3,5 Millionen der insgesamt rund acht Millionen ausgegebenen Kreditkarten nicht fehlerfrei.
Besser steht es für die Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken: Bei ihnen funktionieren alle Kreditkarten, von den EC-Karten sind rund vier Millionen aller im genossenschaftlichen Finanzverbund im Umlauf befindlichen 27 Millionen EC-Karten nur eingeschränkt einsetzbar. Das Geldabheben am Automaten klappt, aber im Handel kann teilweise mit den Karten nicht bezahlt werden. Bei den privaten Banken sind rund 2,5 Millionen von insgesamt knapp 22 Millionen ausgegebenen Zahlungskarten von den Problemen betroffen, auch hier soll das Abheben am Automaten inzwischen wieder nahezu reibungslos klappen.
Defekte Chipmodule
Grund für den Ärger sind fehlerhaft programmierte Chipmodule auf den Karten. Daher kann die neue Jahreszahl 2010 offenbar nicht korrekt verarbeitet werden. Medienberichten zufolge tritt die Panne nur bei jenen Automaten und Terminals auf, die bereits auf den ab 2011 verbindlich gültigen, höheren EMV-Sicherheitsstandard aufgerüstet wurden. Alte Karten ohne Sicherheitschip sind dagegen von den Problemen offenbar nicht betroffen. Die Bankenverbände betonen aber unisono, dass es keine Einschränkungen bei der Kartensicherheit gebe.