Wer sich für Fremdwährungsanlagekonten interessiert, sollte jedenfalls besonnen vorgehen. Zum einen ist es äußerst schwierig, Devisenkursänderungen zu prognostizieren, so dass die Spekulation auf einen weiteren Euro-Verfall sehr schnell auch nach hinten losgehen kann, zumal wenn Kontoführungs- und Konvertierungsgebühren anfallen. Außerdem spielt der Außenwert der Währung für Verbraucher aus dem Euro-Raum ohnehin keine große Rolle. Verbraucherschützer wie Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, raten daher zur Vorsicht. Schließlich könnte man auch über andere Wege als über die Direktanlage auf einem Fremdwährungskonto von der gegenwärtigen Stärke von Dollar, Schweizer Franken & Co. profitieren. Je nach gewünschter Anlagefrist könnte es vielmehr interessant sein, etwa Fremdwährungsanleihen, aussichtsreiche Auslandsaktien oder nicht währungsgesicherte Fonds und börsengehandelte Indexfonds (ETFs) zu erwerben. Denn ein breit gestreutes Depot, das Auslandsanlagen oder zum Beispiel in Dollar notierte Rohstoffe umfasst, hilft auch, Verluste aus Währungsschwankungen auszugleichen.
Tipp: Empfehlenswert sind Fremdwährungskonten dagegen für Grenzgänger oder auch deutsche Studenten im Ausland. Sie sollten aber bei Abschluss des Kontos darauf achten, was mit diesem Konto jeweils möglich ist. Barabhebungen in Fremdwährung gehört in aller Regel nicht dazu, wohl aber der laufende Zahlungsverkehr wie das Bezahlungen von Rechnungen oder Einzahlen von Schecks in der Auslandswährung.